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Kärnten unterstützt Nomadenvolk
Der Entwicklungspolitische Beirat unterstützt Projekte des Vereins "Sonne International" in Äthiopien. Landesrat Josef Martinz überzeugte sich vor Ort, dass Fördergelder ankommen.

Foto © KKJosef Martinz im Kreis von Frauen, die er unlängst in der Afar-Region im Osten Äthiopiens besucht hat
Ich möchte nicht nur auf Fotos und Berichte angewiesen sein, sondern mich persönlich davon überzeugen, dass Steuergeld punktgenau eingesetzt wird." So begründet Landesrat Josef Martinz, seit 2004 Vorsitzender des Entwicklungspolitischen Beirates, seine jüngste Reise, die ihn nach Äthiopien führte.
In der Afar-Region im Osten des Landes unterstützt der Beirat den Verein "Sonne International", dessen Obmann Erfried Malle aus Feldkirchen stammt, bei der Umsetzung von Projekten im Gesundheits- und Bildungsbereich. Die Afar, ein Nomadenvolk, leben hier in einem der ärmsten und abgeschiedensten Gebiete der Welt. In der Gesellschaftsstruktur dieser Menschen wird das Leben der Frauen stark von Traditionen geprägt, wobei die Genitalverstümmelung zum Alltag gehört. "Sonne International" hat mit der Schulung von 32 Sozialarbeiterinnen begonnen, die mit den ansässigen Frauen Aufklärungsgespräche führen werden. Auch die Clanchefs werden einbezogen. "Langfristiges Ziel ist es, die Genitalverstümmelung abzuschaffen", sagt Martinz. Darüber hinaus ist der Verein "Sonne" bemüht, die Analphabetisierung zu bekämpfen und Gesundheits- und Hygienemethoden zur Verhinderung von Krankheiten einzuführen.
Im Vorjahr stellte der Entwicklungspolitische Beirat 80.000 Euro für Hilfsprojekte zur Verfügung, 9500 Euro flossen an "Sonne International". Auch für das Jahr 2011 sind 80.000 Euro im Budget vorhanden. "Bis 2014 wollen wir diesen Betrag aber steigern", sagt Martinz, der den Sinn dieser Förderungen darin sieht, "in Zusammenarbeit mit verlässlichen Partnern vor Ort Menschen in ihren Heimatländern eine Zukunft zu geben. Denn es liegt in der solidarischen Verantwortung jedes mit Wohlstand gesegneten Landes, sein Scherflein dazu beizutragen, dass helfende Hände über Staatsgrenzen hinaus reichen". ULRIKE GREINER


















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