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"Schularbeit" fliegt in den Weltraum
Klagenfurter Schüler haben einen Elektromotor entwickelt, der von der ESA im Weltraum getestet wurde. Projekt könnte helfen, Milliarden zu sparen.

Foto © KKTeam mit Rakete: Stefan Pehr, Clemens Mattersdorfer, Islam Mohamed, Veronika Haberle und Johannes Huber
Es war ein unglaubliches Gefühl, die Rakete abheben zu sehen", sagt Stefan Pehr. Der Maturant der HTL Mössingerstraße in Klagenfurt war dabei, als am 23. Feber an der Raketenbasis Esrange in Schweden der erfolgreiche Start einer Testrakete gefeiert wurde. Mit an Bord: ein verschleißfreier Elektromotor, den Pehr mit vier Mitschülern entwickelt und gebaut hat.
"Damit schaffte es zum ersten Mal ein österreichisches Schülerteam, bei einem Weltraumprogramm der Europäischen Weltraumagentur, der ESA, mitzuwirken. Die Schüler konnten sich mit ihrem Projekt gegen Studenten aus vielen europäischen Universitäten durchsetzen", sagt Walter Auernig, der Abteilungsvorstand für Elektrotechnik an der HTL. Seine Schüler haben eineinhalb Jahre an ihrem Projekt gearbeitet, bis sich die ESA dafür interessierte und es dem Praxistest unterzog. Das europäische Gegenstück zur amerikanischen NASA bietet Studenten aus ganz Europa die Möglichkeit, eigene Experimentideen für Luft- und Raumfahrt zu entwickeln und umzusetzen. In 100 Kilometer Höhe beförderte die ESA-Rakete den Elektromotor aus Klagenfurt, damit er dort seine Funktion in Schwerelosigkeit unter Beweis stellen konnte.
Lebenstraum
Das Experiment ist geglückt, jetzt warten die HTL-Schüler noch auf weitere Auswertungen. "Wir haben aber bereits gezeigt, dass unsere Idee dazu beitragen kann, die Lebensdauer von Satelliten zu verlängern, ihre Effizienz zu erhöhen und milliardenteure Servicemissionen zu reduzieren", sagt Pehr. Jetzt hofft der Teamleiter, dass der Elektromotor namens "M-BEAM" in der Weltraumindustrie Aufmerksamkeit erregt. Aber auch wenn es nichts mit dem Ruhm im Weltraum wird, gelernt und erlebt haben die Schüler mit ihrem Projekt so einiges: "Wir konnten uns damit einen Lebenstraum verwirklichen, nämlich Teil eines Raumfahrtprogrammes zu werden und unser eigenes Raumfahrtprojekt zu leiten", so Pehr.
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Bild vergrößern3,5 Kilo schwer, 24 Zentimeter hoch und 23 Zentimeter Durchmesser: Der "M-BEAM" hat den Test im All überstandenFoto © KK
3,5 Kilo schwer, 24 Zentimeter hoch und 23 Zentimeter Durchmesser: Der "M-BEAM" hat den Test im All überstandenGrafik © KK
M-BEAM-MOTOR
Wartungsfrei und ohne Verschleiß funktioniert der Weltall-Elektromotor "M-BEAM" der Klagenfurter HTL-Schüler. Er soll milliardenteure Wartungsflüge zu Satelliten einsparen. Kern des Motors ist ein Magnetlager, das die Motorwelle in Schwebe hält, sodass sie sich ohne Reibung drehen kann.


















