Bezirks- und Gemeindesuche
Staatsanwälte suchen Konten der Berlin-Investoren
Durchsuchungsbeschlüsse gegen 30 Banken in Europa, darunter 20 in Österreich.

Foto © KLZ/TraussnigTilo Berlin
Dass die BayernLB die Hypo Alpe Adria überhastet gekauft hat, ist mittlerweile unumstritten. Ob mögliche Zahlungen der Investoren-Gruppe rund um Tilo Berlin die Bank-Manager zu diesem Schritt veranlasst haben, wollen nun die Staatsanwälte in München anhand von Kontoöffnungen klären.
Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung geht die Staatsanwaltschaft dem Verdacht nach, einige der Millionen, die Tilo Berlins Investoren verdienten, könnten am Ende heimlich als "sogenannte kick-back-Zahlungen bei Entscheidungsträgern" der Landesbank gelandet sein. Gegen 30 europäische Banken wurden Durchsuchungsbefehle erwirkt, alleine 20 der Banken sind in Österreich beheimatet. Unter den Banken auf dem Durchsuchungsbefehl finden sich so prominente Institute die die Unicredit, die UMS oder die Citigroup, aber auch kleinere Häuser wie die Sparkassen Dornbirn und Kitzbühel oder die Raiffeisenbank Vorderbregenzerwald.
Indes bestreitet Günther Striedinger den Vorwurf, dass es bei der Kapitalerhöhung 2004 Untreue-Handlungen seinerseits gegeben haben könnte. "Das war ein Thema, das zu Kulterer ressortierte."
Kranebitter im Libro-Prozess
Hypo-Vorstand Gottwald Kranebitter wird in diesen Mittwoch auch vor Gericht in Erscheinung treten - er ist als Zeuge beim Libro Prozess geladen. 1999 hatte er als Wirtschaftsprüfer der KPMG - Kranebitter war ihr Österreich-Chef - in Gutachten über den Unternehmenswert von Libro Deutschland erstellt. Darin hat er das Unternehmen mit 160 Millionen Euro bewertet. Zwei Jahre später schlitterte Libro in die Pleite, über diese Causa wird seit Anfang des Jahres verhandelt. Angeklagter Ex-Libro Chef Andre Rettberg beruft sich in seiner Verteidigung auf besagtes Gutachten.


















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