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Zuletzt aktualisiert: 24.12.2010 um 14:38 UhrKommentare

Als das Heimatlied zur 4. Strophe kam

Vor 80 Jahren schrieb Agnes Millonig eine neue Strophe für das Kärntner Heimatlied. Die steirische Lehrerin hat Kärntner Wurzel.

Agnes Millonig im Kreis von Lehrerkollegen - ein Bild aus dem Jahre 1921

Foto © KK/Reinhold GasperAgnes Millonig im Kreis von Lehrerkollegen - ein Bild aus dem Jahre 1921

Auf ein besonderes, fast vergessenes Jubiläum macht der Klagenfurter Hobby-Historiker Reinhold Gasper aufmerksam: auf die Entstehung der vierten Strophe des Kärntner Heimatliedes. 1930, also vor 80 Jahren, schrieb die Kärntner Landsmannschaft einen Wettbewerb zur Fassung dieser vierten Strophe - die übrigen drei stammen aus der Feder von Johann Thaurer Ritter von Gallenstein - aus. Man wollte einen Bezug zur Volksabstimmung. Unter 256 Einsendungen ging die Lehrerin Agnes Millonig als Siegerin hervor. Allerdings musste sie den letzten Satz, in dem es ursprünglich hieß "Das ist mein deutsch Heimatland", umschreiben. Aus "deutsch" wurde "herrlich".

Millonig, 1884 in Eisenerz in der Steiermark geboren, hatte Kärntner Wurzeln. Ihre Mutter stammte aus der Umgebung von Ossiach, der Vater war Bergknappe aus dem Gailtal. Millonig wirkte im steirischen Neumarkt, wo sie 1962 starb und ihre letzte Ruhestätte fand. Jahrelang setzte sich Gasper für die Anbringung einer Gedenktafel an der Neumarkter Volksschule ein. Es gab Proteste, da die Dichterin, die 1933 der NS-Frauenschaft beigetreten war, ihre Sympathie für den Nationalsozialismus nicht geleugnet hatte. "Wie übrigens viele andere auch", betont Gasper, der Millonigs soziales Wirken hervorhebt. Sie hatte für Kinder armer Leute eine "Suppenanstalt" gegründet. Am 20. September 2007 wurde die Gedenktafel schließlich enthüllt.


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