Bezirks- und Gemeindesuche
Armutsbericht zeigt Rückgang in Kärnten an
Eine Studie zeigt, dass zwischen 2007 und 2010 die Zahl der Armutsgefährdeten von 91.000 auf 55.000 gesunken ist. Die Armutsbekämpfung zeigt somit Erfolge.

Foto © KLZ/Weichselbraun
"Jeder einzelne der 55.000 Kärntner, die aufgrund ihres geringen Einkommens gemäß dem kürzlich publizierten Kärntner Armutsbericht als armutsgefährdet gilt, ist einer zuviel", betont der Kärntner Sozialreferent Landesrat Christian Ragger. Daneben weist er auch darauf hin, dass diese jährlich von der Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung erstellte Studie für Kärnten seit 2007 eine sinkende Tendenz ausweist: 2007 wurden 91.000 Kärntner und Kärntnerinnen so eingestuft, 2008 waren es 83.000, 2009 76.000 und heuer wurde die Zahl mit 55.000 angegeben. "Diese Entwicklung zeigt, dass die Armutsbekämpfung in Kärnten statistisch nachweisbare Erfolge zeitigt und unser Land auf dem richtigen Weg ist", analysiert Ragger.
Naturgemäß werde durch Sozialleistungen und Förderungen Armut reduziert und dies sei auch notwendig. Das Problem könne damit vorübergehend gemildert werden, aber die Wurzel der Misere bleibe allein damit unbereinigt. "Das Ziel, die Erlangung einer Beschäftigung und der Ausstieg aus der Armut aus eigener Kraft muss daher stets im Fokus der Sozialpolitik stehen", betont Ragger. Aus diesem Grund engagiere sich die Kärntner Sozialabteilung bei Beschäftigungsprojekten. Lieber fördern wir Arbeit, als dass Menschen in Untätigkeit verharren müssen", erklärt der Landesrat.
Milderung der Altersarmut
Ein wesentlicher Teil der bestehenden Armut sei auch aus der Vergangenheit "geerbt". "Kärnten hat vergleichsweise einen großen Anteil von Pensionisten, der erworbene Rentenansprüche unter der Mindestgrenze (Ausgleichszulagenrichtsatz) liegen. "Wir müssen uns heute um Beschäftigung kümmern, damit wir morgen viel weniger Personen haben, welche diesen Zuschuss brauchen", meinte Ragger. "Wer im Pensionsalter ist, kann sich nicht mehr helfen, daher gibt es in Kärnten unter anderem für diese Zielgruppe den Teuerungsausgleich und auch bei der Mindestsicherung ist Kärnten das einzige Bundesland, das einen 10-prozentigen Bonus für Berechtigte über 60 auszahlt."


















