Bezirks- und Gemeindesuche
"Jugendliche weder Säufer noch Schläger"
Die Kärntner Kinder- und Jugendanwältin Astrid Liebhauser fordert: "Kinderrechte müssen in die Landesverfassung."

Foto © JustKinder- und Jugendanwältin Astrid Liebhauser
Am Samstag ist Welttag der Kinderrechte. Vor einem Jahr haben sie für Kinderrechte demonstriert und der Landesregierung eine Petition überreicht. Was ist daraus geworden?
ASTRID LIEBHAUSER: Wir haben gefordert, dass die UN-Kinderrechtskonvention in die Kärntner Landesverfassung übernommen wird. Die Petition wurde mit über 2000 Unterschriften unterstützt und der zuständige Landtagsausschuss hat die Verfassungsänderung befürwortet, aber passiert ist bisher nichts.
Wieso müssen Kinderrechte in der Verfassung verankert werden?
LIEBHAUSER: Es braucht ein klares Bekenntnis der Politiker zu den Rechten von Kindern und Jugendlichen. Andernfalls gehen die Bedürfnisse dieser Generation völlig im Streit der anderen, viel stärkeren Interessengruppen unter. Kinder haben keine Lobby.
Wogegen müssen Kinder und Jugendliche in Kärnten denn geschützt werden?
LIEBHAUSER: Vordringlich dagegen, dass sie pauschal als Säufer und Schläger dargestellt werden. Ständig wird kolportiert, dass die junge Generation immer auffälliger wird, was Straftaten betrifft. In Wirklichkeit geht aber die Jugendkriminalität stetig zurück. Bei den 14 bis 18-Jährigen gab es heuer im Vergleich zu 2009 um 15 Prozent weniger Anzeigen. Die wahren Probleme der Jugendlichen sind Cyber-Mobbing, also Psychoterror über Handy und Internet, und die Trennungen ihrer Eltern.


















