Bezirks- und Gemeindesuche
Koalition greift nach totaler Macht
"Maßgeschneiderte" Ausschreibung für die Leitung der Gesundheitsabteilung.

Foto © Weichselbraun
Insider im Kärntner Gesundheitswesen behaupten, dass man kein Prophet sein müsse, um den Nachfolger des im Vorjahr pensionierten Hugo Tschernutter als Chef der Abteilung 14/Gesundheitswesen im Amt der Kärntner Landesregierung zu erraten: Der Name beginne mit einem D und ende mit einem R.
Was sie so sicher macht, ist der Text der Ausschreibung, in der nicht nur ein Wirtschafts- oderJusstudium gefordert wird, sondern überraschenderweise auch Berufserfahrung in einem Gesundheitsberuf.
Nur am Rande: Für den Leiter der Schulabteilung ist pädagogische Berufserfahrung kein Kriterium . . .
Diese Vorgabe ist fraglos nicht zufällig passiert, sondern soll der Koalition dabei helfen, den Schlüsselposten wunschgemäß zu besetzen. Schließlich hat man gerade im Landesschulrat (siehe "Kärnten intern" auf Seite xx) eine wichtige Position leichtfertig aus der Hand gegeben.
Bei der Tschernutter-Nachfolge geht es schließlich um nicht mehr und nicht weniger als die totale Kontrolle über das Gesundheitswesen in Kärnten. Und obendrein weisen die Zeichen - in Abstimmung und Gleichschaltung mit der Kabeg - auf ein völlig auf die Ökonomie hin fokussiertes Gesundheitswesen in Kärnten.
Politisch ist die Vorgangsweise ein in der Landesgeschichte einmaliger Affront gegenüber einem Regierungsmitglied: Spitalsreferent Peter Kaiser war in keiner Weise in die Ausschreibung des zu ihm ressortierenden Abteilungsleiterpostens involviert - so wie auch beim Kabeg-Gesetz. Selbst am Höhepunkt seiner Macht war Jörg Haider nicht einmal in der Nähe derartiger Machtrausch-Allüren.
WOLFGANG RAUSCH


















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