Bezirks- und Gemeindesuche
LKH-Direktoren fordern von Kabeg-Chefin Vertrauen ein
Überhastete Neuausschreibung aller Direktorenposten bringt, wie befürchtet, neue Unruhe in Landesspitäler. SP warnt vor Umfärbeaktion.

Foto © EggenbergerManegold ist mit Widerstand konfrontiert
Das im Juli von FPK und ÖVP durchgepeitschte neue Kabeg-Gesetz hat die Bürosessel der 15 Kärntner LKH-Direktoren zu Schleudersitzen gemacht. Alle Posten - auch die der Abteilungsleiter in der Landesspitälerholding Kabeg - sollen nach Inkrafttreten des Gesetzes neu ausgeschrieben werden, spätestens im Oktober dürfte es so weit sein. Ein Grund dafür ist, dass es künftig in den LKH einen Gesamtchef, den sogenannten Betriebsdirektor gibt, der als verlängerter Arm der Kabeg installiert wird.
Mit Spannung wird aber erwartet, wie man generell mit den Amtsinhabern verfahren wird, die teilweise über erst vor Kurzem verlängerte Fünfjahresverträge verfügen. Ist die Neuausschreibung nur eine Pro-Forma-Angelegenheit, um dem Gesetz Genüge zu tun und setzt man folglich weiter auf die aktuellen Direktoren? Oder bewahrheiten sich Befürchtungen nicht zuletzt der SPÖ, dass die Neuregelung die Tür zu einer groß angelegten Umfärbungsaktion aufstoßen soll?
Eine zentrale Rolle in diesem Match spielt Kabeg-Chefin Ines Manegold, die sich Mittwoch im Rahmen einer zweitägigen Arbeitstagung mit den LKH-Direktoren erstmals mit Widerstand konfrontiert sah. Die Direktoren forderten von ihr ein, ihnen einen Vertrauensbonus zu gewähren und die Ausschreibung um ein Jahr zu verschieben. Dann hätte Manegold, die erst seit 1. März im Amt ist, auch Zeit, die Arbeit der LKH-Manager profunder zu bewerten.
Die Direktoren nahmen Manegold damit bei ihrem eigenen Wort. Vor knapp zwei Monaten hatte sie bei einer Krankenanstalten-Konferenz deren Arbeit noch in höchsten Tönen gelobt und gemeint, diese Runde sollte sich noch viel öfter treffen. Allerdings: Zu diesem Zeitpunkt wusste Manegold längst, dass es eine solche Konferenz künftig aufgrund des neuen Gesetzes gar nicht mehr geben wird, da sie an jenem tatkräftig mitgearbeitet hat.
Ines Manegold deponierte gestern auf die Frage der Kleinen Zeitung, ob sie dem Wunsch der Direktoren nachkommen wolle: "Personalangelegenheiten bespreche ich nicht in der Presse, sondern mit den jeweils Betroffenen."


















-Anzeigen

