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Strom-Doyen nimmt Abschied
Herbert Schröfelbauer, seit 24 Jahren Vorstand in der E-Wirtschaft, geht in Pension. Karl Heinz Gruber folgt als AHP-Vorstand.

Foto © Petra EbenbergerHerbert Schröfelbauer prägte Österreichs E-Wirtschaft mit
Er ist der längstdienende Vorstand in der österreichischen Energiewirtschaft, aber jede Ära geht einmal zu Ende: Herbert Schröfelbauer (64), 24 Jahre Vorstand in der E-Wirtschaft und zuletzt Chef der Verbund Wasserkraft AHP (Austrian Hydro Power), geht Ende September in Pension. Zum neuen Technik-Vorstand der AHP wurde kürzlich Karl Heinz Gruber (48) bestellt. Den scheidenden Stromboss und seinen Nachfolger verbinden gemeinsame Wege. Als Schröfelbauer einst als Vorstand der ÖDK (Draukraft) in Kärnten, die Drauconsulting gründete, war der Oberösterreicher Gruber deren erster Mitarbeiter. Als Schröfelbauer dann 1994 an die Seite von Hans Haider, Michael Pistauer und Johann Sereinig in den Verbund-Vorstand einzog, ging Gruber als sein Assistent mit nach Wien, wo er bis zum Prokuristen aufstieg - ab 1. Oktober nun zum neuen Vorstand.
"Zwei große Herausforderungen"
Die Auflistung deutet schon die lange Karriere des St. Pölteners Schröfelbauer an, der die TU Wien als Diplomingenieur in Maschinenbau und die TU Graz als Doktor absolvierte - mit einer Dissertation zur Wasserkraft, die ihn fortan beruflich begleitete. Nach zwei Jahren als Betriebsingenieur im Dampfkraftwerk Voitsberg begann er 1975 bei den Österreichischen Draukraftwerken in Klagenfurt, die er ab 1987 als technischer Vorstand leitete. "Es gab zwei große Herausforderungen", erinnert er sich. "Die Luftreinhaltung durch Sanierung der Dampfkraftwerke Voitsberg, Zeltweg und St. Andrä, sowie die Sanierung der Kölnbreinsperre."
Nach Entschwefelung der Kohlekraftwerke und Vollstau des Malta-Stausees stieg Schröfelbauer in den Verbund-Vorstand auf, dem er bis Ende 2001 angehörte. "Den Verbund auf die Liberalisierung vorzubereiten war die Kernaufgabe." Ab 2002, als AHP-Vorstandschef, vollzog Schröfelbauer zunächst die Integration der Kärntner Draukraftwerke und der 40 steirischen Wasserkraftwerke von Steg und Steweag in die Verbund Wasserkraft. Auch begann eine Phase neuen Wasserkraft-Ausbaus mit Optimierungsmaßnahmen bei bestehenden Speicherkraftwerken. So steigert der Verbund künftig seine Spitzenstromleistung mit Kavernen-Kraftwerken in Kaprun und auf dem Reißeck. Technisch übergibt Schröfelbauer die Werke auf Top-Level: "Gerade haben wir die Automatisierung der Donaukraftwerke abgeschlossen. Ein Mann steuert nun die ganze Kraftwerkskette an der Donau."


















