Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
20. Mai 2013 07:56 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren

Bezirks- und Gemeindesuche

Drei Verletzte nach Pkw-Überschlag auf nasser Fahrbahn 31-Jähriger mit Messer niedergestochen Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Kärnten Nächster Artikel Drei Verletzte nach Pkw-Überschlag auf nasser Fahrbahn 31-Jähriger mit Messer niedergestochen
Zuletzt aktualisiert: 01.08.2010 um 21:07 UhrKommentare

Geld für Suchthilfe wird gekürzt

In der Drogenambulanz werden 330.000 Euro eingespart. Wer weiß, wie es den Betroffenen geht und ihnen helfen will, findet das schlimm. 1500 Menschen in Kärnten sind opiatabhängig.

Foto ©

Drogenabhängige haben keine Lobby. Meistens am Rande der Kriminalität, körperlich zerstört, getrieben von der Jagd nach der nächsten Dosis. Und immer gibt es für sie etwas Wichtigeres als Freunde, Eltern, Kinder, Familie: die Droge. Wenn man also, wie die Kärntner FPK/ÖVP-Koalition, bei ihnen 330.000 Euro einspart - wen kümmert's? Zum Beispiel die Medizinerin Brigitte Prehslauer, Leiterin der Drogenkoordination und Sozialmedizin des Landes. "Dass wir ein Viertel unserer Ressourcen verlieren, tut mir leid. Für die Patienten, weil sie dadurch diskriminiert werden und ihr persönliches Leiden größer wird. Und für die Gesunden und die Gesellschaft, denn sie müssen nun einmal die Folgekosten und Folgeschäden dieser Einschränkung tragen."

Tendenz bei Opiatabhängigkeit steigt

1500 Menschen in Kärnten sind opiatabhängig, Tendenz steigend. Um sie kümmern sich vor allem die Drogenambulanzen Klagenfurt und Villach mit Anlaufstellen in Spittal und Völkermarkt. In den Einrichtungen arbeiten Allgemeinmediziner, klinische Psychotherapeuten, Sozialarbeiter, Jugend- und Erwachsenenpsychiater sowie Pflegepersonal. Klingt aufwendig, ist aber notwendig. "Man braucht eine Diagnose, muss die Lebensumstände der Leute kennen, ob sie Hilfe im sozialen Umfeld haben. Sind sie noch nicht so lange abhängig, setzen wir auf Abstinenz, sonst auf Substitution oder es wechselt. Bei manchen ist es für ambulante Hilfe zu spät, sie haben stationären Bedarf", erklärt Prehslauer. Viele probieren Drogen, die meisten hören wieder auf, einige werden abhängig, weil sie an psychiatrischen Erkrankungen leiden. Dann ist Drogensucht keine Ursache, sondern ein Symptom. Man könnte seitenweise weiterdifferenzieren, was sich langweilig liest, aber für Betroffene lebensentscheidend sein kann.

Verlängerte Wartezeiten

Was bedeuten die Kürzungen für die Drogenopfer? "Dass sich die Wartezeiten verlängern und die Motivation verloren gehen kann. Dass die Angehörigen von Drogenkranken länger leiden. Dass sich Symptome und Krankheit weiter verfestigen." Ihnen geht es oft schlechter, als man ahnt: Kopfschmerzen, Kater, Untergangsstimmung, Geldsorgen, Krankenstand, Streit. Prehslauer: "Wer abhängig ist, spürt die positive Wirkung der Drogen nicht mehr. Er will nur noch den Entzugsschmerz verhindern." Prehslauer wünscht sich, jeder könnte einmal einen betreuten mit einem unbetreuten 40-jährigen Drogenabhängigen vergleichen, um zu erkennen, wie groß der Unterschied ist. Deshalb wünscht sie sich auch, dass man mehr für Drogenkranke tun kann. "Sicher wäre es nie genug. Aber jede Investition zahlt sich vielfach aus - für die Betroffenen, für die Gesellschaft und jawohl: Es rechnet sich sogar."

Gesundheitspolitiker Peter Kaiser hat festgestellt, "dass in meinen Sprechtagen immer mehr Eltern, Partner, Freunde oder Kinder von Drogenabhängigen Hilfe brauchen". Drogenvorbeugung, -beratung und -therapie dürften nicht an 330.000 Euro scheitern.

JOCHEN BENDELE

Suchtmittel

Opiate dominieren nach wie vor laut Gesundheitsministerium den problematischen Drogenkonsum. In Suchthilfe-Betreuung befindet sich aber auch eine große Gruppe an Personen, die hauptsächlich Cannabis konsumieren.

Kommentar

Jochen HabichPlatz zu Wac... von Jochen Habich

KLEINE.tv

Der alte Mann und der Afritzer See

Christian Kind ist 66 Jahre alt und angelt sein Leben lang. Jeden Tag im...Bewertet mit 3 Sternen

Bilder aus Kärnten

Musiker-Volksfest in Grassdorf 

Musiker-Volksfest in Grassdorf

 




Köstliches Kärnten 2013

Hier finden Sie eine Übersicht über alle von der "Kleinen Zeitung" präsentierten Kulinarik-Veranstaltungen in Kärnten! Inklusive Kulinarikpass.

 

Spendenaktion

KLZ/Susanne Hassler

Wenn auch Sie für "Kärntner in Not" spenden wollen:

Spendenkonto: 100 337 401

BLZ: 17.000

"Kärntner Wörterbüchl"

Kleine Zeitung

Der Wortschatz der Kärntner Mundart ist groß und vielfach in Vergessenheit geraten. Hier finden Sie Beispiele und Videos zur Kärntner Mundart.

 

Trachten in Kärnten und Osttirol

KLZ/Josef Emhofer, KLZ/Michaela Ruggenthaler

Ein buntes Nebeneinander von schönen Festtrachten, moderne Designerdirndln und kitschiger Diskontware prägt heute das Bild unserer Trachtenlandschaft. Wir bringen echte Trachten vor den Vorhang.

Die Wölfe heulen im Netz

APA

Videos, Fotos, Hintergründe zum WAC und die aktuellen Spielberichte. Mit der Kleinen DIGITAL sind Sie am Ball!

Jobs auf kleinezeitung.at/karriere

Alle Bezirke im Überblick

 

Kärntner des Tages

Für die Natur am Drücker
Kennen Sie auch jemanden, der Besonderes leistet? Dann schreiben Sie uns!

Newsletter bestellen

Neues auf unseren Seiten, Nachrichten und Events per E-Mail!

 

Babys aus Kärnten

Hochzeiten / Jubiläen

Leserfotos aus Kärnten

Treten Sie mit uns in Kontakt!

 
 
Sie haben auch eine Meldung? Werden Sie Leser-Reporter und schicken Sie uns Ihre Texte!
 

Wallpaper

 

Todesanzeigen

Todesanzeigen aller Bezirke in Kärnten.

Verkehrsmeldungen

Foto: ÖAMTC
 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang