Bezirks- und Gemeindesuche
Kinderrechte-Schreibwerkstatt 2010
Für die Kinder- und Jugendanwaltschaft schrieben 177 Schüler berührende Texte über ihr Recht auf Familie.

Foto © Scheriau/KLZ
Als Silvio noch nicht 14 war, spießte er sich an einer Eisenstange auf. "Ich glaube, ich sterbe! Sag meiner Mama danke für alles!" Er schleppte sich nach Hause, zeigte das Loch seiner Mutter, die "vor Panik die Nummer der Rettung nicht wusste. Ich musste sie ihr sagen." Silvio überlebt nach einer Notoperation und weiß: "Durch diesen Vorfall habe ich gesehen, wie viel ich meiner Familie wert bin."
177 bewegende, lustige, altkluge, bunte Beiträge bekam Kärntens Kinder- und Jugendanwaltschaft dank ihrer "Kinderrechte-Schreibwerkstatt 2010". Sie zeigen, wie wichtig Familie ist, trotz aller Veränderungen, Schwächen und Sorgen. Denn sie ist auch der Ort der Liebe, der Fürsorge, der Anteilnahme. Des Lebens.
Zu fünft in Wohnung
Danja lebt zu fünft in einer Wohnung. "Sie ist nicht groß, aber gemütlich. Mama arbeitet als Reinigungsfrau und Papa arbeitet nicht. Ich habe meine Familie sehr lieb. Mein schönstes Familienerlebnis war, wie ich mit meiner Familie UNO gespielt habe. Das war wirklich ein besonderer Tag." Wenn sich doch die Erwachsenen nur vorstellen könnten, wie - scheinbar - wenig zum Glück reicht.
Manuel: "Am 13. Jänner 2010 um 6 Uhr riss mich die Stimme meiner Schwester Sandra aus dem Schlaf. Sie rief: ,Mama, meine Fruchtblase ist geplatzt.'"
Was für ein Story-Anfang!
Manfred und seine Familie machen Urlaub bei Wien, die Mutter hat eine Idee. "Besuchen wir doch noch das Grab des berühmten Dichters und gebürtigen Stallers Fercher von Steinwand." Sie steigen am falschen Tor aus, gehen ewig zu Fuß, finden das Grab des Mölltalers und beschließen, Falcos Grab zu suchen. Auf dem Irrweg treffen sie Dagmar Koller im Mercedes, Kennzeichen W-22. "Doch sie fuhr vor unserer Nase weg." Zwei Stunden Suche und "wir waren überglücklich, vor uns Falcos Grab zu sehen".
Bei einem 15-strophigen Gedicht dürften die Eltern kräftig geholfen haben: "In Venedig angekommen/sah ich Masken, Gondeln, Brücken/und musste hüpfen vor Entzücken/eine Kirche gleich besucht/das Chorgestühl war riesengroß/sieh da - den Tintoretto bloß . . ."
Preisvergabe: Donnerstag, 9 Uhr, Uni, Hörsaal A.


















