Bezirks- und Gemeindesuche
Karawanken: Wolf und Bär streifen durch Wald
Nicht jedes gerissene Schaf ist die Beute eines Bären. Verletzte und vermisste Schafe in der Koschuta sind vermutlich das Werk streunender Hunde.

Foto © AÜa
Damit müssen sich derzeit Bauern in der Gemeinde Zell Pfarre auseinandersetzen. Im Koschutagebiet werden derzeit rund ein Dutzend Schafe vermisst. Einige wurden verletzt aufgefunden.
Wolf oder streunende Hunde
"Vieles deutet auf streunende Hunde hin. Es könnte aber auch ein Wolf - übrigens der erste in den Karawanken - unterwegs sein", sagt Bärenanwalt Bernhard Gutleb. Anders verhält es sich mit einem Schafsriss in Waidisch, Gemeinde Ferlach. Hier glaubt Gutleb, dass ein "alter Bekannter" auf der wiedererstarkten Karawankenpopulation unterwegs ist. Auch im Gailtal hat ein Kärntner Bär auf einer Alm Mahlzeit gehalten und acht Schafe gerissen. "Eine Meldung reicht und die Versicherung bezahlt den Schaden", ersucht Gutleb um "gebotene Sachlichkeit" in der Diskussion um die Rückkehr von Bär, Wolf und Luchs in die heimischen Wälder. Derzeit wird ein Schaf mit rund 180 Euro entschädigt. Der überwiegende Teil der Schafbauern kooperiert eng mit der Jäger- und Bärenanwaltschaft.
Es bestehe überhaupt kein Grund zur Sorge. "Die Chancen, Bär oder Wolf bei uns in freier Wildbahn zu begegnen, sind gleich null", betont Bernhard Gutleb. An Wanderer und Bergsteiger, die in den Karawanken und Karnischen Alpen unterwegs sind, appelliert der Bärenanwalt, die Hunde anzuleinen.


















