Bezirks- und Gemeindesuche
Schranken "geknackt": Lenkerin vor Zug gerettet
Mit ihrem Auto saß Hausfrau auf Bahnübergang fest, weil sie das Rotlicht missachtet hatte. Drei beherzte Klagenfurter brachen Schranken ab.

Foto © WeichselbraunAuf dem Bahnübergang Bad Kropfitsch saß die Autolenkerin fest
Noch rasch wollte gestern gegen 10.30 Uhr eine Autolenkerin in ihrem Heimatort Krumpendorf trotz blinkendem Rotlicht über den Bahnübergang Bad Kropfitsch fahren, um sich eine längere Wartezeit vor den geschlossenen Schranken zu ersparen. Die folgenden Augenblicke dürften der 55-jährigen Hausfrau aber wie eine Ewigkeit erschienen sein: Die Schranken senkten sich - und die Krumpendorferin, die von der Seeseite kommend auf die Bundesstraße hatte fahren wollen, war auf den Gleisen gefangen. Panisch versuchte die Lenkerin, ihr Auto in Längsrichtung zu den Gleisen zu bringen, in der Hoffnung, dass der Zug es nicht erfassen würde.
Rettende Helfer
In diesen kritischen Minuten kamen der eingeschlossenen Autolenkerin drei Männer aus Klagenfurt zu Hilfe, die in der Nähe waren. Sie "knackten" den nördlichen Bahnschranken, indem sie ihn an der Sollbruchstelle mit Körperkraft abbrachen. So verschafften sie der Lenkerin freie Fahrt auf die Bundesstraße.
Als der Zug kam, befand sich die geschockte 55-Jährige mit ihrem Auto bereits auf der Straße.
"Der Zug näherte sich nicht mit vollem Tempo, sondern langsam: Vom beschädigten Schranken war über Sensoren eine Störungsmeldung direkt an den Lokführer gegangen", berichtet ein Beamter der Polizeiinspektion Krumpendorf. "Der Bahnübergang Bad Kropfitsch ist ebenso wie jener beim Bad Stich stark frequentiert. Es kommt immer wieder zu gefährlichen Situationen mit Fahrzeuglenkern, die die Wartezeiten bei den Schranken nicht in Kauf nehmen wollen."


















