Bezirks- und Gemeindesuche
Warmer Geldregen für Mühldorfer Großprojekt
In der Heimatgemeinde der Scheuchs wird eine Kletterhalle gebaut. Das Land zahlt 1,2 Millionen. Für Landeshauptmann-Vize Peter Kaiser ist das Projekt "überdimensioniert".

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Es ist gewiss Zufall, dass das Land in der Heimatgemeinde des FPK-Führungsduos Uwe und Kurt Scheuch als Großinvestor auftritt. Eine Million Euro steuert die Kärntner Tourismusholding (KTH) zu einer geplanten "Rekord-Kletterhalle" mit Bistro und Fitnesscenter in Mühldorf bei, 200.000 Euro fließen aus der Sportförderung. In Summe kostet der Bau 2,1 Millionen Euro. Der Restbetrag von 900.000 Euro kommt aus dem Mölltaler Talschaftsfonds, dem Konjunkturpaket und EU-Mitteln. Die Gemeinde übernimmt zwar die volle Haftung, muss aber zunächst kein Geld in die Hand nehmen. Bis 2033 soll die stille Beteiligung der KTH jedoch abgearbeitet werden, lautet die Vorgabe. Bei professioneller Betriebsführung "erscheint das grundsätzlich erzielbar", heißt es im Regierungsakt. 13.000 Besucher erwartet man sich pro Jahr. Weniger optimistisch ist die Finanzabteilung, die von einem "nicht abschätzbaren Restrisiko" für die KTH spricht.
"Überdimensioniert"
Daran stoßen sich FPK und ÖVP aber nicht. Die Koalitionsparteien haben das Projekt in der letzten Regierungssitzung abgesegnet - gegen die Stimmen der SPÖ. Landeshauptmann-Vize Peter Kaiser hat arge Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Projekts in der abgeschiedenen 960-Seelen-Gemeinde. "Die Kletterhalle ist größer als jene in Graz." Er verweist auf rückläufige Nächtigungszahlen: "Ich bin keiner Gemeinde etwas neidig. Aber in Zeiten von Sparen scheint mir das überdimensioniert."
Eine Skepsis, die seine Mühldorfer Genossen nicht teilen. Denn im Gemeinderat stimmte die SPÖ mit FPK und ÖVP für das Projekt. Schon im Dezember soll die Halle eröffnet werden, sagt Erwin Angerer, FPK-Bürgermeister in Mühldorf und künftiger Kommanditist. Von ihm stammt auch ein Teil des Baulandes: "Das habe ich der Gemeinde verkauft."


















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