Bezirks- und Gemeindesuche
Hunderte Scheuch-Plakate für zwei i-Pads
Die Eigenwerbung des FPK-Chefs Scheuch in Schulen empört den SPÖ-Chef Kaiser. Der Schulreferent verteidigt seine Aktion: "Plakat ist günstigstes Werbemittel".

Foto © KKHalt, stopp! Für SPÖ-Chef Peter Kaiser sind die Uwe-Scheuch-Plakate an Schulen ein Missbrauch der Schulreferenten-Funktion
FPK-Chef Uwe Scheuch versteht "die Aufregung nicht", wie immer, wenn es um seine grenzwertigen Aktionen geht. Diesmal regt er mit einer Plakataktion in allen Schulen auf. SPÖ-Chef Peter Kaiser wirft Scheuch "die parteipolitisch missbräuchliche Ausnutzung seiner Position als Bildungsreferent" vor. In seiner Funktion als Schulreferent lässt Scheuch zwei (!) i-Pads verlosen, die neuen Super-Computer, die am österreichischen Markt offiziell noch nicht erhältlich sind. Für die Aktion wurden in allen Pflichtschulen (Haupt- und Berufsschulen, sowie Polytechnische Lehrgänge) Plakate mit Scheuchs Konterfei aufgehängt. Kaiser forderte die sofortige Einstellung dieses offensichtlichen Missbrauchs. Scheuch denkt nicht daran.
Scheuch verteidigt Aktion
Einsendeschluss für die Teilnahme an der Verlosung sei der 29. Mai, solange werden die Plakate in den Schulen hängen bleiben. Scheuch will die Aktion sogar als "gutes Signal der Politik" verstanden wissen, weil der Jugend der Zugang zu moderner Technologie eröffnet werde. Es gäbe ein "wahnsinnig starkes Interesse". Außerdem kommuniziere der Schulreferent ständig und auf vielfältige Weise mit den Schülern, diesmal eben via Plakat. Ein unverhältnismäßiger Aufwand sei nicht gegeben. Laut Scheuch kostet die Werbeaktion für seine Person nicht mehr als 240 Euro: "Das Plakat ist das mit Abstand günstigste Werbemittel". Für Kaiser ist die Aktion ein parteipolitischer Missbrauch, den am Donnerstag bei einem Gespräch mit Bildungsministerin Claudia Schmied thematisierte.
Neuer Leiter für Kriminalamt
Am Mittwoch kommt Innenministerin Maria Fekter nach Kärnten. Im Gepäck könnte sie das Bestellungsdekret für den neuen Leiter des Landeskriminalamtes haben. Oberst Hermann Klammer geht nach 40 Jahren Exekutivdienst im 60. Lebensjahr ab 1. Juni in Pension. Die besten Karten für die Klammer-Nachfolge scheint der Stabschef im Landespolizeikommando, Oberstleutnant Gottlieb Türk, zu haben. Wunschkandidat der LKA-Kriminalisten ist der bisherige Klammer-Stellvertreter Herbert Rogl. Die VP-Personalvertretung favorisiert Bezirkskommandant Hannes Dullnig.


















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