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    Zuletzt aktualisiert: 11.04.2010 um 05:10 UhrKommentare

    "Erkennen Gesichter aus zwei Kilometern"

    Das "Osterwunder" der Rettung von vier Deutschen macht die Öffentlichkeit neugierig auf das technische Wunderwerk namens "Libelle".

    Foto © Koscher

    Wären nicht vier Deutsche tagelang in der Schneehölle des Großvenedigers vermisst worden, hätte sich kaum jemand für die unvorstellbare Technik des neuen Polizeihubschraubers Eurocopter 135 interessiert. Der ist seit der Übergabe durch Innenministerin Fekter am 8. September 2009 brav und unspektakulär von Klagenfurt aus im Einsatz. Doch die sechs Millionen teure Libelle 4 verdient, dass man ihren Steckbrief an alle einreisenden Kriminelle und straftatbegeisterte Kärntner verteilen sollte - zur Abschreckung.

    "Wir machen unseren Job gern", erklärt Polizeipilot Ottmar Karner, "aber mit zwei Mal 800 PS unter der Haube macht es noch mehr Spaß."

    Dass der Hubschrauber bis zu 600 Kilometer in zweieinhalb Stunden fliegen kann, ist nur die Vorspeise technischer Sensationen. Er verfügt über mehrere Bildsysteme: eine normale Taglichtkamera und eine Infrarotkamera, die winzigste Temperaturunterschiede von 0,2 Grad auf große Entfernungen anzeigt. "Damit kann man sehen, welches Auto mit warmem Motor gerade noch gefahren ist, wo ein soeben Verschwundener noch Körperwärme hinterlassen hat oder die letzten Kilometer eines Schiffes verfolgen, dessen Schraube die Temperatur an der Wasseroberfläche verändert hat. Auf einem Kurzlehrfilm stößt ein infraroter Mensch, einem Tintenfisch gleich, dunkle Wolken aus." Sachdienlich erklären die Polizisten, dass die Person soeben, wie man im 19. Jahrhundert gesagt hätte, Darmwinde freigesetzt hat.

    Für die Wärmefunktion interessiert sich auch die Feuerwehr. Karner: "Damit kann man Glutnester exakt lokalisieren oder bei Großbränden feststellen, von wo das Feuer ausgegangen ist."

    Ebenfalls faszinierend ist die dritte, die Spotter-Kamera mit einer Brennweite von 1000 Millimetern. "Mit ihr lassen sich aus fünf Kilometern Autokennzeichen und aus zwei Kilometern Gesichter erkennen", erklärt Operator Horst Wohlgemuth.

    Nächstes - im wahrsten Sinne des Wortes - Highlight ist der 1600 Watt starke Suchscheinwerfer, der eine nah hingehaltene Zeitung in Brand setzen würde. "Mit dem können wir aus 200 Metern Höhe die Fläche eines Sportplatzes hell beleuchten", sagt Polizeitechniker Eckehard Galauz. Klappt man einen speziellen Schirm über die Leuchte, wird das Licht zu Infrarotlicht - und die Beobachteten haben keine Ahnung, dass den Polizisten keiner ihrer Schritte entgeht.

    Licht im Dunkeln

    Zum Drüberstreuen verfügen die Piloten über Nachtsichtgeräte. "Damit können wir uns auch bei Flügen in kompletter Dunkelheit orientieren und sehen, was am Boden vorgeht", weiß Karner.

    Alle Daten werden auf Wunsch in Echtzeit an Einsatzleitungen oder am Boden operierende Kräfte übermittelt. Das gilt für Unfälle und Katastrophen ebenso wie für Großveranstaltungen und Demonstrationen oder für die Verfolgung mutmaßlicher Krimineller.

    Alle Mitarbeiter haben ihre Lieblingseinsätze. Karner erinnert sich gut, wie er eine von fünf Libellen flog, die den Papstbesuch in Maria Zell absicherten. Techniker Galauz findet Auslandseinsätze spannend, "weil man da die Probleme anderer Länder kennenlernt". Und FLIR-Operator Horst Wohlgemuth denkt gern daran, wie "sein" Polizeihubschrauber ein abgestürztes Mädchen aus einem Bachbett barg, anschließend acht andere verängstigte Kinder aus einem Steilhang rettete und danach die Schwerverletzte mit dem allerletzten Treibstofftropfen ins Spital brachte. "Gottseidank hat sie überlebt."

    Die Devise der Truppe: "Lieber einmal zu viel alarmiert . . ."

    Stimmt - das ist besser als einmal zu viel gestorben!

    JOCHEN BENDELE

    Foto

    Foto © Koscher

    Bild vergrößernPolizeipilot Ottmar Karner im CockpitFoto © Koscher

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