Bezirks- und Gemeindesuche
Politische Direktorenauswahl in Villach
FPK-Gemeinderat zum Chef des Villacher Schulzentrums designiert.
Am Centrum Humanberuflicher Schulen (CHS) in Villach herrscht Aufruhr. Bei einem Auswahlverfahren am vergangenen Freitag wurde ein Dreiervorschlag für den Direktorenposten erstellt, der den Treffener FPK-Gemeindevorstand Bernhard Gassler an erster Stelle sieht. Dieser Vorschlag muss noch von Landesschulrat und Ministerium "abgesegnet" werden, aber im Normalfall macht der Erstgereihte das Rennen. Dieser Vorgang hat bei Eltern und Lehrern Alarm ausgelöst. Denn die Betroffenen bevorzugen Jutta Rom als Direktorin, die unter dem im Vorjahr pensionierten Günther Weiß als Administratorin fungierte und die Schule jetzt provisorisch leitet, zur vollen Zufriedenheit des Lehrkörpers und der Eltern. Sie wird keiner politischen Partei zugeordnet.
Lehrer und Eltern wollen jetzt dafür sorgen, dass Ministerin Claudia Schmied Rom statt Gassler zur Direktorin macht, was sie ohne Weiteres tun könnte. Der Elternverein hat Ministerin Claudia Schmied bereits schriftlich dazu aufgefordert. Jutta Petz vom Elternverein klagt, dass die Anhörung der Direktoren-Kandidaten vergangenen Freitag eine Farce gewesen sei - an "nicht vorgesehenen Kandidaten habe die Objektivierungskommission kein Interesse gezeigt. Manfred Legner, Chef der Personalvertretung am CHS, teilt mit, dass sich 120 der 126 Lehrer für Rom als Direktorin ausgesprochen haben.
Landesschulratspräsident Walter Ebner (FPK) gab sich überrascht von der Nachricht, dass das Auswahlverfahren in Villach bereits stattgefunden hat. Ihm lägen keine offiziellen Informationen vor, sagte er zur Kleinen Zeitung. In Kärnten habe man sich dafür entschieden, die Dreier-Vorschläge für Schuldirektoren von unabhängigen Kommissionen erstellen zu lassen, um den politischen Einfluss hintanzuhalten.



















