Bezirks- und Gemeindesuche
Dem Wolf auf der Spur
Karl Weyrer, Jäger, Landwirt und "Naturmensch" aus Glödnitz, gelang mit Hilfe einer Foto-Falle das erste Farbbild eines Wolfes in Kärnten.

Foto © SchusserKarl Weyrer - der mit dem Wolf tanzt
Seit Dienstag herrscht im beschaulichen Leben von Karl Weyrer aus Glödnitz ein ziemlicher Wirbel. Journalisten rufen an, der ORF kam zum Filmen. Der Landwirt und Jäger, der im März seinen 53. Geburtstag feiern wird, wurde durch zwei Fotos eines Wolfes sozusagen über Nacht berühmt. Wie die Kleine Zeitung exklusiv berichtete, tappte Meister Isegrim zweimal in eine Foto-Falle, die der Gurktaler zu Weihnachten installiert hatte. Mit der Aufnahme vom 4. Feber gelang Weyrer sogar das erste Farbfoto eines Wolfes in Kärnten.
"Naturmensch"
Weyrer, nach eigenen Angaben ein "Naturmensch", bewirtschaftet mit seiner Gattin Christa - die beiden sind seit 30 Jahren verheiratet - einen Bio-Bauernhof in 1020 Metern Seehöhe. "Auf die Flattnitz geht man von uns aus nur noch eineinhalb Stunden", erzählt Weyrer, der darüber hinaus auch Urlaub auf dem Bauernhof anbietet.
Schon als Kind träumte er davon, einmal einen Bären und einen Wolf zu sehen, und versuchte dafür auch auf Jagdreisen in Rumänien und im ehemaligen Jugoslawien sein Glück. Der Anblick eines Bären blieb ihm bislang versagt. Und den Wolf bekam er ausgerechnet in Glödnitz zu Gesicht. "Bereits am 26. Jänner 2009 um halb eins in der Nacht wurden meine Hochlandrinder plötzlich extrem unruhig und brüllten laut. Ich schnappte das Gewehr und hielt Nachschau. Zuerst hielt ich das Tier, das die Rinder attackierte, für einen Hund, wollte aber auf keinen Fall schießen. Also holte ich einen sehr guten Scheinwerfer und erkannte einen Wolf", sagt er.
Am 15. März 2009 versuchte der Wolf um 23 Uhr, an eines des Kälber heranzukommen - und wurde erneut von Weyrer verscheucht. Zum Weihnachtsfest überraschten ihn Ehefrau, Tochter und Schwiegersohn dann mit der Foto-Falle.
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Foto © KK/Karl Weyrer



















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