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Sensation: Wolf ging in Glödnitz in Foto-Falle
Willkommen daheim! Einem Jäger gelang in Glödnitz die Sensation. Gleich zweimal konnte er auf seinem Grund mit einer Foto-Falle einen Wolf ablichten. Damit ist auch bildlich bewiesen, dass Meister Isegrim wieder durch Kärnten streift.

Foto © KK/Karl WeyrerAm 4. Feber ging der Wolf in Glödnitz am Morgen in die Foto-Falle
Karl Weyrer, Jäger aus Glödnitz, ist eine Sensation gelungen, die man eigentlich nur mit einem doppelten Lotto-Sechser vergleichen kann. Von Gattin Christa und seinen Kindern zu Weihnachten mit einer Foto-Falle bedacht, installierte man den Apparat am Stefanitag am Grundstück. Und siehe da! "Das erste Mal gelang es am 8. Jänner um ein Uhr nachts damit einen Wolf abzulichten", erzählt Weyrer. Vor wenigen Tagen, am 4. Feber, stolperte erneut ein Wolf in die Foto-Falle des Jägers - um 7.30 Uhr in der Morgensonne.
"Natürlich hat man bei einem Foto immer ein Restrisiko, dass es sich um einen Hund handeln könnte. Aber war man schon beim ersten Bild ziemlich sicher, einen Wolf zu sehen, so konnten jetzt internationale Experten bei einem Treffen in Slowenien endgültig jeden Zweifel zerstreuen", sagt der Wildtierökologe Thomas Huber. In Glödnitz wurde tatsächlich der Wolf "abgeschossen".
Könnten auch zwei Tiere sein
Weyrers Neugier wurde im März 2009 geweckt, als die DNA-Analyse einer Losung aus Glödnitz ergab: Hier ist der Wolf unterwegs. Unklar ist jedoch, ob es sich bei den beiden Foto-Tieren um den gleichen Wolf handelt. "Bei der Analyse wird die mitochondrielle DNA untersucht, womit man die Art und die Herkunft bestimmt. Die Losung vom März stammte von einem Tier, das aus Italien eingewandert ist", erklärt Huber. Eine zweite Kotprobe, die Anfang August in den nördlichen Nockbergen gefunden und ebenfalls analysiert wurde, stammt von einem Wolf aus der Balkanpopulation. Und da Wölfe weit wandern - bis zu 60 Kilometer Luftlinie pro Nacht - könnte Weyrer zwei verschiedene Tiere fotografiert haben. Eine persönliche Begegnung mit dem scheuen Tier ist allerdings unwahrscheinlich, da Wölfe Menschen meiden.
"Der Wolf ist eine streng geschützte Art und nach dem Kärntner Jagdgesetz das ganze Jahr über geschont", sagt Freydis Burgstaller-Gradenegger, Geschäftsführerin der Kärntner Jägerschaft. Im Moment ernähren sich die Wölfe in erster Linie von Schalenwild. Verursachen sie Schäden beim Vieh, so werden diese von der Jägerschaft abgegolten.



















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