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Events in Kärnten: Gut, aber teuer
Diskussion um teure Events in Kärnten: Das OGM-Institut hat erhoben, dass jene Veranstaltungen dem Land am meisten bringen, die am geringsten subventioniert werden.

Foto © APAAm Weissenssee ist die "11-Städte-Tour" längst ein Fixpunkt
Noch vor nicht allzu langer Zeit wurden Events als Allheilmittel für den Kärntner Tourismus gelobt: Als Gästemagneten, Quotenbringer, Image-Regulatoren und Wirtschaftfaktoren. Seit im Landesbudget tiefe Löcher klaffen, ist der Glanz abgebröckelt. Zumal der Politik langsam dämmert, dass Veranstaltungen wir Ironman oder Beachvolleyball Kärnten zwar einige Tage ins Licht der Aufmerksamkeit rücken, dass man dafür aber tief in die Tasche greifen muss. "Das sind zum Teil sehr große Summen, da müssen wir überlegen, ob das noch leistbar ist", ließ Landeshauptmann Gerhard Dörfler jüngst aufhorchen. Auch Tourismusreferent Josef Martinz möchte angesichts schrumpfender Tourismusbudgets das Geld gewinnbringender anlegen.
Events evaluieren
So wurde der neue Kärnten-Werber Christian Kresse beauftragt, die Veranstaltungen, die insgesamt etwa 1,8 Millionen Euro jährlich verschlingen, auf ihren touristischen Wert abzuklopfen: Die Zahl der Nächtigungen, der Werbewert in den Zielmärkten, sollen ebenso evaluiert werden, wie Nachhaltigkeit, Markenrelevanz und überregionale touristische Bedeutung.
Diesbezügliche Vorarbeit hat bereits der Leiter des OGM-Instituts, Wolfgang Bachmayer im Auftrag des Landes Kärnten im Jahr 2003 erstellt. "Die Zahlen sind mittlerweile schon überholt, an der Prioritätenliste hat sich aber nicht viel geändert", betont der Meinungsforscher. Er kommt zu dem interessanten Schluss, dass jene Veranstaltungen dem Land am meisten bringen, die am geringsten subventioniert werden. An der Spitze der Top-Drei findet sich nämlich das am meisten umstrittene Event, das GTI-Treffen am Wörthersee-Südufer im Mai. "Das GTI-Treffen zieht viele Besucher aus dem Ausland an, die Gäste haben eine hohe Aufenthaltsdauer und geben in kurzer Zeit viel Geld aus", erklärt er den Effekt. Das Land macht dafür weder Werbung, noch zahlt es einen Cent zur Veranstaltung dazu.
Dörfler selbst hat sich schon eine eigene Prioritätenliste zurecht gelegt: "Das Harley-Davidson-Treffen am Faaker See und die Musi in Bad Kleinkirchheim stehen für mich außer Streit, weil sie einen hohen touristischen Wert haben." Beim Beachvolleyball stoßen vor allem die hohen Kosten von über 800.000 Euro auf. Dörfler denkt daran, den Sparstift anzusetzen.
Bei den Veranstaltern herrscht ob dieser Spargedanken naturgemäß blankes Entsetzen. Beachvolleyball-Veranstalter Hannes Jagerhofer führt 13-Jahre Erfolgsgeschichte und den Imagewert der Veranstaltung ins Treffen. "Es interessieren sich auch andere Bundesländer dafür", meint er lakonisch. Auch Starnacht-Veranstalter Marin Ramusch meint: "Die Starnacht wird es weiter geben, ob in Kärnten, das ist die Frage."


















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