Bezirks- und Gemeindesuche
Mädchen vor Ertrinken gerettet
Am Christtag retteten zwei Rot-Kreuz-Mitarbeiter ein Mädchen vor dem Ertrinken. Nach Angaben der Landesleitstelle sprang die junge Frau in die Glan. Beim Rettungsversuch wurde ein Helfer selbst abgetrieben.

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Sie sind als langjährige Disponenten in der Landesleitzentrale des Roten Kreuzes in der Klagenfurter Grete-Bittner-Straße an Stress gewöhnt. Trotzdem war der Einsatz, den Gert Thomaser (29) und Walter Leopold (35) am Christtag gegen 10.30 Uhr meisterten, eine Besonderheit. Über Notruf meldete ein Anrufer, seine 22-jährige Freundin halte sich in der Nähe des Rot-Kreuz-Zentrum am Ufer des Glasflusses auf und es sei zu befürchten, dass sie ins Wasser springen wolle.
Gert Thomaser lief sofort los und erblickte die Frau. "Als sie mich sah, sprang sie", schilderte der Disponent später. Ohne zu zögern hechte der Lavanttaler der Klagenfurterin, die durch die starke Strömung rasch abgetrieben wurde, nach. Nach einiger Zeit gelang es ihm, die bereits bewusstlos Frau zu erfassen.
"Mit aller Kraft schwamm ich mit ihr Richtung Ufer. Strömung und Kälte setzten mir schwer zu", so beschreibt Thomaser die dramatischen Szenen. In der Zwischenzeit war auch Walter Leopold am Uferrand. Als ausgebildeter Rettungsschwimmer der Wasserrettung gab es für ihn kein Zögern. Er sprang in die Glan und konnte schließlich gemeinsam mit Thomaser die 22-Jährige ans rettende Ufer ziehen. Die bereits Unterkühlte wurde erstversorgt und sofort mit einem Rettungswagen in den nur wenige hundert Meter entfernten Schockraum des LKH Klagenfurt gebracht.
"Menschen zu helfen ist unser Beruf", gaben sich die beiden Lebensretter in Rot-Kreuz-Uniform bescheiden. Dass ihr Beruf Berufung ist, steht für viele außer Zweifel. Die Gerettete war gestern bereits wieder auf dem Weg der Besserung. Eine Lebenskrise könnte der Auslöser für ihr Handeln gewesen sein. Sie will sich einer fachärztlichen Behandlung unterziehen.


















