Bezirks- und Gemeindesuche
Roma alarmierten Polizei
Neue Details bei Attacke auf Roma: Osttirols Polizeichef Wolsegger bestätigt, dass Roma-Vertreter Ausschreitungen befürchtete und um Hilfe bat.

Foto © APEine französische Karawane des fahrenden Volkes (Symbolfoto) war Zielscheibe der Übergriffe in Osttirol
Was ist in der Nacht zum 1. August in der Nähe des Aineter Sportplatzes tatsächlich passiert? Osttirols Polizeichef Silvester Wolsegger versucht nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub mehr Licht ins Dunkel der Causa "Attacke auf Roma" zu bringen. "Die erste telefonische Anzeige brachte ein Roma-Vertreter nach Mitternacht des 1. August ein", sagte Wolsegger. Der Polizeichef schiebt einen nicht unwesentlichen Satz nach: "Der Mann sagte: Es klopfen Leute an die Wohnwagen, wir befürchten Ausschreitungen."
Eskorte mit Blaulicht
Daraufhin sei die Nachtpatrouille nach Ainet gefahren um einzuschreiten. Wolsegger: "Vor Ort hat aber niemand von den Roma und Sinti eine Anzeige gemacht." Daher sei für die Polizei im ersten Augenschein nichts strafrechtlich Relevantes angefallen. Die Eskorte für die Roma-Karawane von Ainet zum Abstellplatz am Lienzer Bahnhofsareal durch die Polizei mit Blaulicht sei, so Wolsegger, "rein zufällig gewesen", weil zur selben Zeit ein Einsatz angefallen wäre. Wolsegger: "Die Roma haben nur gefragt: Wo geht's nach Kärnten?" Die Ausschreitungen durch die Jugendlichen seien verwaltungsrechtlich anhängig, der Sachverhalt an die Sicherheitsbehörde abgefasst. Nicht zufrieden gibt sich damit Philipp Sonderegger, Sprecher der Menschenrechtsorganisation SOS-Mitmensch: "Es ist der schale Eindruck entstanden, dass die Lienzer Polizei den Vorfall wegbürokratisieren will und über strafrechtlich relevante Umstände hinweggesehen hat."


















