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Ausbau der Wasserkraft gefährdet Kärntens Flüsse
Jeden 15. Kilometer werden Flüsse und Bäche in ihrem natürlichen Lauf durch Wasserkraftanlagen unterbrochen. WWF sieht die "Kärntner Flussjuwele" gefährdet und startet neue Initiative.

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Bereits alle 15 Kilometer unterbrechen Wasserkraftanlagen die Flüsse und Bäche in ihrem natürlichen Verlauf. 83 Prozent der Kärntner Flüsse sind bereits energiewirtschaftlich genutzt. Trotz der bereits bestehenden 540 Anlagen sieht das Energiekonzept Kärnten vor, die Wasserkraft bis zum Jahr 2015 um weitere sieben Prozent auszubauen. Der WWF sieht darin eine ernsthafte Gefärhdung der Kärntner "Flussjuwele". Der WWF und die Plattform "Flüsse voller Leben" haben daher eine Initiative zum dauerhaften Schutz der Flüsse ins Leben gerufen.
Obwohl Kärntens Wasserkraft-Potential bereits zu 83 Prozent ausgeschöpft ist, solle, unter dem Deckmantel des Klimaschutzes, vor allem die Kleinwasserkraft ausgebaut werden. "Wir erwarten durch die Flut an Kleinwasserkraftanlagen massive ökologische Verschlechterungen", erklärt Günther Unfer vom Institut für Hydrobiologie der BOKU Wien. "In Summe betrachtet haben viele Kleinwasserkraftwerke weit schlimmere Auswirkungen als wenige große Anlagen, weil sie, im Verhältnis zu ihrer Energieleistung und ihrem volkwirtschaftlichen Nutzen, enorm viel Naturraum verbrauchen und sich so katastrophal auf unser gesamtes Flussadernetz auswirken", so der Experte.
Touristischer Mehrwert
Man dürfe nicht vergessen, dass viele Gäste von weit her anreisen, um in Kärnten unberührte Natur- und Flusslandschaften vorzufinden. Dies solle nicht für ein paar Prozent mehr Strom geopfert werden. Angesichts des drohenden totalen Ausbaus der letzten österreichischen natürlichen Flüsse und Bäche haben sich die größten Naturschutzorganisationen (WWF, Naturschutzbund, Naturfreunde, Österreichisches Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz, Österreichischer Fischereiverband, kajak.at und der Alpenverein Edelweiss) zur Plattform Flüsse voller Leben zusammen geschlossen.
Das Ziel der Plattform ist der gesetzlich verbindliche Schutz der Flüsse. Der WWF und seine Partner treten für Effizienzsteigerung, Energiesparen, die Modernisierung bestehender Wasserkraftwerke und den Ausbau anderer Erneuerbarer Energieträger ein.



















