Bezirks- und Gemeindesuche
Trotz Verbots: Wieder Katzenfelldecken verkauft
Pensionistin kaufte um 1583 Euro eine "Gesundheitsdecke" und wurde dann misstrauisch. Für eine Decke zwölf Katzen getötet. Fälle häufen sich.

Foto © Oberlechner
Trotz strengen Verbots scheint der Verkauf von Katzenfelldecken - die Tiere werden dafür lebendig gehäutet - ein Renner zu sein. Erst vor Kurzem deckte die Kleine Zeitung den Verkauf einer solchen Decke an einen kranken Pensionisten in Oberkärnten auf. Die Polizei ermittelt noch. Jetzt werden immer mehr Fälle bekannt.
12 Katzen getötet
Einer Pensionistin kann die Schulmedizin nach mehreren Bandscheibenvorfällen nicht mehr helfen. Sie glaubte deshalb den hoffnungsvollen Worten des geschickten Vertreters einer Firma: "Mit dieser Gesundheitsdecke sind die Schmerzen weg!" Sie kaufte eine Unter- und eine Zudecke aus Katzenfell für 1583 Euro. Dann wurde sie misstrauisch und fragte sich, woher die Katzen stammen. Beim Betrachten der Decke ist genau zu sehen: Für diese eine Decke wurden 12 Katzen getötet!
"Unfassbar, wie alte, kranke Menschen über den Tisch gezogen werden", sagt Tierschutzombudsfrau Marina Zuzzi-Krebitz. Zum einen soll die angepriesene Schmerzlinderung aus medizinischer Sicht haltlos sein. Zum anderen ist der Handel mit und Import von Katzenfell EU-weit seit Anfang 2009 verboten. In Österreich ist die Tötung von Katzen und Hunden "zur Gewinnung von Nahrung und anderen Produkten" sogar schon seit 2005 verboten! Übrigens: Auch im Internet versucht man immer noch, ungeniert Katzenfelldecken unter die Leute zu bringen. Zuzzi-Krebitz appelliert: "Bitte keine Katzenfelldecken kaufen!" Wem eine Decke angeboten wurde, soll sich bitte bei der Tierschutzombudsfrau unter 0 66 4/80 53 63 70 00 melden.


















