Bezirks- und Gemeindesuche
Rettungsdienst bleibt Rot-Kreuz-Sorgenkind
Struktur der Freiwilligkeit durch EU-Richtlinien in Gefahr. "Nein" zu Privatisierungsbestrebung.
"Wenn der Rettungs- und Krankentransportdienst privatisiert wird, um EU-Richtlinien zu erfüllen, ist es mit der Freiwilligkeit im Roten Kreuz vorbei. Die Freiwilligen aber unsere wichtigsten Botschafter gelebter Humanität." Klare Worte fand bei der gestrigen Generalsversammlung des Kärntner Roten Kreuzes Präsident Peter Ambrozy zu jüngsten Entwicklungen.
"Höchste Wachsamkeit". Allein im Vorjahr betrug der Wert der fast 440.000 freiwillig geleisteten Stunden fast zehn Millionen Euro. Finanzreferent Siegfried Kowatsch berichtete von einer "deutlichen Entspannung" der Rot-Kreuz-Finanzlage bei den Rettungs- und Krankentransporten. Dennoch sei höchste Wachsamkeit geboten. "Die Verhandlungen über die Kostenersätze müssen in Fluss bleiben", so Kowatsch. Zur Diskussion über das Asylanten-Aufnahme-Lager stellte Ambrozy unmissverständlich fest: "Wir leben in einem Kulturkreis, in dem Humanität an erster Stelle steht. Wir brauchen eine mutige Zivilgesellschaft, die sich an dem messen lässt, was sie tut." Mit der Henry-Dunant-Gedenkmedaille in Gold ausgezeichnet wurde Andreas Juster.

















