Bezirks- und Gemeindesuche
AK Kärnten fordert Ausbau der mobilen Pflegeangebote
Scharfen Protest gegen den Plan von BZÖ und ÖVP, den Angehörigen-Beitrag für die Unterbringung in Pflegeheimen wieder einzuführen, erhebt auch die Arbeiterkammer Kärnten.

Foto © KLZ DIGITAL/ Erwin Scheriau
"Familien dürfen durch Kostenbeteiligungen nicht weiter belastet oder gar in die Armut gedrängt werden. Wenn nach den Vorstellungen des Sozialreferenten die Pflege daheim stattfinden muss, dann soll er zuerst die Voraussetzungen dafür schaffen", fordert AK-Präsident Günther Goach heute in einer Aussendung.
Angebote.
Derzeit gebe es in Kärnten weder im öffentlichen noch im privaten Bereich ausreichend leistbare Angebote für die Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause. "Die Betreuung von alten Menschen wird zurzeit in 80 Prozent der Fälle von Frauen in den Familien getätigt. Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist aber erst in Ansätzen möglich", kritisiert Goach. Pflegebedürftige Menschen hätten ein Recht darauf, soweit irgendwie möglich in ihrer vertrauten Umgebung betreut zu werden.
Forderung.
Die Arbeiterkammer fordert das Land auf, das Angebot an mobilen Pflege- und Betreuungs-
Kritik.
Goach kritisiert die Wiedereinführung von Kostenbeteiligungen für Angehörige bei der Heimunterbringung als großen sozialpolitischen Rückschritt. "Damit wird weder den Betroffenen noch den Angehörigen geholfen. Der Lösungsansatz für die Pflege muss ein ganzheitlicher sein. Bevor das Land nicht die Voraussetzungen für die Betreuung zu Hause schafft, können den Familien nicht neue Belastungen aufgebürdet werden", so Goach.


















