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    Zuletzt aktualisiert: 14.04.2009 um 05:12 UhrKommentare

    Slowenisch liegt voll im Schultrend

    Anmeldungen zum zweisprachigen Unterricht steigen. Volksgruppen-Pädagogen wollen Schulsystem ändern. Heimatdienst ist dagegen.

    Die Klasse 2a der zweisprachigen Volksschule 24 in Klagenfurt.

    Foto © Helmuth WeichselbraunDie Klasse 2a der zweisprachigen Volksschule 24 in Klagenfurt.

    Vor Jahrzehnten noch unvorstellbar, heute gang und gäbe: Deutschsprachige Volksschulkinder werden auf Slowenisch unterrichtet. Die Anmeldung deutschsprach-iger Volksschulkinder zum zweisprachigen Unterricht hat mittlerweile die 40-Prozent-Marke überschritten.

    Zweisprachiges Schulsystem. Dennoch gibt es Diskussionen über eine Verbesserung des zweisprach-igen Schulsystems. Kärnten solle sich vom derzeitigen Minderheitenschul-system verabschieden und statt dessen eine zweisprachige Erziehung einführen, wie sie sich in der Nachkriegszeit bewährt habe, fordert Erziehungswissenschafter Vladimir Wakounig von der Uni Klagenfurt in seinem neuen Buch "Der heimliche Lehrplan der Minderheitenbildung". Die Kinder in Südkärnten sollten ohne von den Eltern angemeldet zu werden, automatisch in beiden Landessprachen unterrichtet werden, wie es von 1945 bis 1958 Praxis gewesen war. Erst 1959 sei auf Druck der Heimatver-bände das "ethnisierende" Minderheitenschulwesen mit getrennten Klassen eingeführt worden. Dadurch seien all jene, die zweisprachig aufwachsen wollten, als Minderheit etikettiert und stigmatisiert worden, kritisiert Wakounig.

    Steigerung der Anmeldungen. Andererseits sei durch die Bezeichnung "Minderheitenschulwesen" die Mehrheit ausgegrenzt worden. Dadurch werde das emanzipatorische Element der Minderheitenschul-bildung relativiert, das viele Kärntner Slowenen befähigt habe, ihre Rechte einzufordern. "Schule hat nicht die Aufgabe, ethnisches Identitätsbewusstsein zu vermitteln, sondern Kinder zu demokratiebewussten Menschen zu erziehen, die andere Sprachen und Kulturen annehmen und respektieren", betont Wakounig. Für eine sprachliche Trennung tritt nach wie vor der Kärntner Heimatdienst ein, der 1984 mit dem "Schulvolksbegehren" die Schaffung von Parallel-klassen initiiert hatte. Die Steigerung der Anmeldungen deutschsprachiger Kinder zum zweisprachigen Unterricht führt KHD-Obmann Josef Feldner darauf zurück. "Auch wenn die zunehmende Bereitschaft innerhalb der Mehrheitsbevölkerung zum Erlernen der slowenischen Sprache zu begrüßen ist, sollte der Wahlmöglichkeit gegenüber einer Verpflichtung der Vorzug gegeben werden", sagt Feldner.

    Modell erfolgreicher Erziehung. Als Modell erfolgreicher gemeinsamer Erziehung sieht Wakounig die zwei-sprachige Volksschule 24 in Klagenfurt (s. Artikel rechts). Die Absolventen seien in der Lage, zweisprach-ige Fortbildung in Anspruch zu nehmen. In der Volksschule Lind ob Velden werden seit Herbst vier Sprachen gesprochen. Zusätzlich zu Slowenisch und der Fremdsprache Englisch wird Italienisch als unverbindliche Übung angeboten. Die Lehrer sprechen die Kinder in Pause und Freizeit in der jeweiligen Sprache an, erklärt Direktor Christian Zeichen und nennt ein wesentliches Element, damit die Angst vor der Sprache verfliegt: "Die Umgebung muss die Sprache positiv aufnehmen."

    ELKE FERTSCHEY

    Fakten

    68 Volksschulen befinden sich im Geltungsbereich des Minderheitenschul-wesens in Südkärnten. Von rund 5000 dortigen Schülern sind 2100 zum zweisprach-igen Unterricht angemeldet. Das sind 42 Prozent.

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