Bezirks- und Gemeindesuche
Reiseleiterin im Reich des Hirns
Vergesslichkeit kann ein Zeichen positiver Hirn-Aktivität sein. Kinder wissen am besten, wie man lernt. Und Katharina Turecek weiß, wie man's sehr gut vermittelt.
Sie stehen im Keller und wissen nicht mehr, warum? Der Schlüssel ist schon wieder weg? Sie müssen sich erneut darüber hinwegschwindeln, dass Sie den Namen Ihres flüchtigen Bekannten vergessen haben?
"Gehirn"-Trainerin.
"Kein Grund, wegen Alzheimer zu verzweifeln", beruhigt die - trotz ihrer 26 Jahre promovierte - Medizinerin und "Gehirn"-Trainerin. "Das ist eher ein Zeichen, dass wir geistig aktiv sind und an andere Dinge denken." Was ist das für eine halbe Walnuss, die wir im Kopf herumtragen, die wir nicht sehen und fühlen oder anfassen können und die doch an allem Schuld ist? "Ursprünglich war das Gehirn dazu da, unsere Überlebenschancen in der Natur zu erhöhen; es reagiert vor allem auf Bewegung und laute Töne", so die Buchautorin.
Gehirn-Bilder. "Durch neue Methoden der Bildgebung haben wir wahnsinnig viel über das Hirn erfahren. Doch bei Lernstrategien und Gedächtnis ist einiges im Ungewissen." Auch ohne zu wissen, wie: Der Mensch lernt trotzdem, vor allem, wenn er jung ist. Welch absurde Vorstellung, wir müssten unseren Kindern Sprechen und Gehen beibringen wie Rechnen oder Jive-Tanzen. Das machen die schon von alleine, unermüdlich. "Das intuitive Wissen von Kindern, die Wiederholungen, die enorme Ausdauer, aus Versuch und Irrtum zu lernen sind unglaublich", sagt Turecek und nutzt das "episodische Gedächtnis" für ihre Seminare. "Durch Erleben lernt das Hirn mehr und prägt es sich leichter und nachhaltig ein. Im Vergleich spielen auswendig Lernen und Merken nur eine minimale Rolle."
Krampfhaft lernen. Wenn wir etwas "zu sehr" lernen wollen, wird es manchmal besonders schwierig. "Zu viel Kontrolle ist ein Problem, gerade in leistungs-
Seminarziel.
Im Gegenteil. "Je mehr man lernt, desto leitfähiger werden die Nervenzellen. Das wirkt sich auf die Gehirnnetze aus - und auch hier gilt: Je feinmaschiger das Netz, desto mehr bleibt drin hängen."
Ihr Seminarziel: "Dass es Spaß macht. Dass sich die Leute mehr zutrauen und Lust bekommen, eine lang ersehnte geistige Aufgabe zu verwirklichen." Da passt ihr Vorschlag, wie man sich auf ihren Kurs vorbereiten könnte: "Spielen Sie mit jemandem Kofferpacken!"
Features
Seminar
Samstag, 28. März 2008, von 7 bis 19 Uhr.
Bildungshaus Sodalitas, Propsteiweg 1, 9121 Tainach.
Tel.: 042 39/26 42-77


















