Bezirks- und Gemeindesuche
Stabstelle als Zündstoff
Die jüngsten Personalentscheidungen von Diözesanbischof Alois Schwarz weisen auf einen Karrieresprung hin bzw. nähren manche Befürchtungen.
Wenn am Sonntag im Bildungshaus Sodalitas in Tainach die alljährlichen Priestertage beginnen, werden am Rande mit Sicherheit die für Jahresbeginn von Diözesanbischof Alois Schwarz getroffenen Personalentscheidungen zum Thema. Josef Marketz, der Leiter der slowenischen Abteilung des Seelsorgeamtes, wurde zum Bischofsvikar für Seelsorge, Mission und Evangelisierung ernannt. Kirchenintern wird das als Vorstufe zum bevorstehenden Karrieresprung von Marketz gesehen. Er soll heuer Helmut Gfrerer als Leiter des Seelsorgeamtes nachfolgen. Gfrerer will nach zehn Jahren wieder in eine Pfarre.
Bedeckt.
Auf Anfrage der Kleinen Zeitung hält sich Bischof Schwarz bedeckt. "Wir überlegen noch", sagt er zur Gfrerer-Nachfolge. Die Bischofsvikar-Funktion für Marketz begründet er mit einer neuen Schwerpunktsetzung und damit, "dass so die Volksgruppe im bischöflichen Ordinariat vertreten ist". Marketz soll auch Repräsentationsaufgaben von Bischofsvikar Stanislaus Cegovnik übernehmen, der altersbedingt eingeschränkt ist.
Abgelöst und ersetzt. Zum heißen Thema wird neuerlich Hermann Josef Repplinger. Der gerade in den Turbulenzen des Vorjahres von vielen kritisch hinterfragte engste Berater des Bischofs wurde jetzt zwar als Direktor des Theologischen Institutes abgelöst und durch Herbert Burgstaller ersetzt, der als Bischöflicher Sekretär unumstritten und geschätzt ist. Für Gesprächsstoff sorgt allerdings Repplingers neue Funktion. Er ist nun auch bischöflicher Beauftragter für Kirche-Religion-Gesellschaft.
Umstrukturierungsmaßnahmen.
Auf der Homepage der Diözese ist von "Stabsstelle" die Rede. Manche sehen darin lediglich ein Zuarbeiten für gesellschaftspolitische oder Ethik-Fragen ohne große Lenkungsmöglichkeit, Kritiker befürchten weiter großen Einfluss Repplingers auf Diözese und Bischof. Auch deshalb, weil er in der Kärntner Kirchenzeitung als Mitglied der vom Bischof neu eingesetzten strategischen Planungsgruppe genannt wird. Die soll laut Schwarz Umstrukturierungsmaßnahmen überlegen.


















