Bezirks- und Gemeindesuche
240 Euro für den Schulstart
Was kostet ein Schuljahr die Eltern in Kärnten? Die Kleine Zeitung begleitet die Keutschacher Familie Moritz-Kumerschek über das Jahr hinweg und zieht zu Schulende Bilanz.
Das neue Schuljahr ist in Kärnten gestartet: Doch mit dem Büffeln wird erst so richtig am Montag begonnen. In der ersten Woche besorgen tausende Schüler noch mit ihren Eltern all die Schulartikel, die ihnen ihre Lehrer diktiert haben, um ab kommender Woche die Köpfe rauchen zu lassen. Doch das sind noch lange nicht alle Ausgaben, die oft hunderte von Euro verschlingen - die Arbeiterkammer errechnete ein Startpaket für Taferlklassler um die 200 Euro.
Bilanz am Ende. Doch wie viel kostet das die Erziehungsberechtigten eigentlich ein Schuljahr mit Schulartikeln, Klassenreisen oder Theatereintritten? Um dem auf den Grund zu gehen, begleitet die Kleine Zeitung die Keutschacher Familie Moritz-Kumerschek: Patrizia, Mutter von vier Kindern, und ihre zwei schulpflichtigen Söhne David (10) und Mathias (14). Alle paar Monate gibt es eine Stichprobe. Und am Endes des Schuljahres zieht die Kleine Zeitung dann im Juli 2009 Bilanz.
Klassenfahrten. Der jüngste Spross der Familie Moritz-Kumerschek geht in die vierte Klasse der Volksschule Keutschach. "Bei David stehen heuer noch die Landschultage in Friesach oder im Maltatal an", sagt Mutter Patrizia. Mathias, der die letzte Klasse der Praxishauptschule in Klagenfurt besucht, fährt mit seinen Mitschülern auf eine Projektwoche nach Wien. "Wie viel das alles kosten wird weiß ich noch nicht", meint die 42-Jährige.
Erst der Anfang. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Bereits jetzt schon gibt es reichlich Unkosten zum Schulstart. Für David und Mathias hat die 42-Jährige in der ersten Woche insgesamt 232,80 Euro ausgegeben: und das für Hefte, Stifte, Einbände, Selbstbehalte für Bücher und Busfahrkarte, Kostenbeiträge für Werken und Kochen, Zeitschriften-Abos oder etwa Schulpatschen. "Doch das ist nicht alles", weiß Mutter Patrizia, "es fehlen unter anderem noch die Beiträge für die Kopien und den Elternverein."
Sensibilisierte Lehrer. Allerdings sieht die 42-Jährige ein erhöhtes Feingefühl bei den Lehrern: "Früher habe ich für meine beiden bereits erwachsenen Söhne teure Aquarell-Malfarben oder eine Säge für den Werkunterricht kaufen müssen", erzählt sie. "Doch das wurde nur einmal verwendet." Heute würden Lehrer darauf achten, dass Dinge weiterverwendet werden können. Auch das jährliche Schulstartgeld mit 74 Euro für jedes schulpflichtige Kind ist eine kleine Entlastung der Haushaltskassa.
Fortsetzung folgt!
Features
Schulpaket
Eine Grundausrüstung für Erstklassler besteht aus 21 Utensilien wie Schultasche, Federpennal, Hefte, Füllfeder, Tintenpatronen, Lineal, Radiergummi, Filz- und Bundstifte, Handarbeitskofferl, Malzeug, Turn-
sackerl mit Inhalt etc. Sie kann bis zu 200 Euro ausmachen.
Markenprodukte können auch teurer sein.



















