Bezirks- und Gemeindesuche
Rum eingeflößt: Besitzer musste Hund abgeben
Jener junge Schäferhund, der von seinem Besitzer mit Alkohol gequält wurde, ist jetzt im Tierheim. Magistrat sprach Hundehalteverbot aus.
Prompt reagiert hat die Villacher Behörde im Fall jenes Schäferhundes, dem Sonntag Abend in einer Villacher Wohnsiedlung zur Belustigung gewaltsam hochprozentiger Alkohol eingeflößt worden ist (die Kleine Zeitung berichtete): Dem Besitzer wurde gestern der rund vier Monate alte Schäfermischling abgenommen. "Rocky" ist jetzt im Villacher Tierheim.
Behörden eingeschaltet. Die Rettungsaktion war nicht einfach: Zuerst musste die Rechtslage geklärt werden, mehrere Behörden waren eingeschaltet. Vor Ort wurden die Beamten von zahlreichen aufgebrachten Nachbarn in Empfang genommen. Und dann verschanzte sich der Hundehalter auch noch in seiner Wohnung. "Er hielt den Schäferhund regelrecht als Geisel", sagt Auguste Windisch vom Kärntner Tierschutzverein Villach. Die Polizei musste einschreiten. Dann weigerte sich der offenbar betrunkene Mann "Rocky" abzugeben. Gleichzeitig beichtete er aber gegenüber Amtstierarzt Otto Ebenwaldner den Vorfall: "Das ist halt lustig gewesen. Einer hat ihm das Maul aufgehalten, der andere hat ihm die Rumflasche reingesteckt."
Zwanzig Beschwerden. Es soll nicht der erste Gewaltausbruch gegenüber "Rocky" gewesen sein: Immer wieder soll der Mann den Welpen schlagen. Allein in den vergangenen Tagen sind rund 20 Beschwerden über ihn beim Tierschutzverein eingelangt. Veterinär-Stadtrat Walter Lang sprach am 30. Juli ein Hundehalteverbot aus: "Es war Gefahr in Verzug." Eine Anzeige wegen vorsätzlicher Tierquälerei folgt.
















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