Bezirks- und Gemeindesuche
Bankomat-Sprenger haben ausgesprengt
Das letzte Mitglied der gefürchteten Bankomatsprenger-Bande wurde nun verurteilt. Die Italiener machten 750.000 Euro Beute.

Foto © MoritschAm 23. April 2005 schlug die Bande in Hermagor zu
Finito! Das letzte Mitglied der italienischen Bankomatsprenger-Bande (35) ist verurteilt. Die kriminelle Vereinigung hatte österreichische Banken jahrelang das Fürchten gelehrt.
Coups in Österreich.
Die Täter ließen einen Bankomaten nach dem anderen explodieren. Sie jagten die Geldautomaten in die Luft wie Schweizer Kracher. Mit einer zuvor noch nie angewandten Technik leiteten sie ein Sauerstoff-Gasgemisch in die Bankomaten und sprengten sie dann. Allein in Kärnten, der Steiermark und Salzburg wurden sechs Anschläge verübt, weitere 20 in Italien. Beute: 750.000 Euro. Wo immer die Bande zugeschlagen hat, blieb kein Stein auf dem anderen. Nach den Sprengungen sah es in den Banken aus, als ob es ein Erdbeben gegeben hätte.
DNA-Spuren. "Nun hat sich der Kreis geschlossen", sagte Staatsanwalt Franz Simmerstatter am Montag. Die Bandenbosse, ein Ehepaar aus Bibione, wurden bereits 2007 zu sechs und sieben Jahren Haft verurteilt. Die Chefin der Bande ging als "Signora Kalaschnikow" in die Kriminalgeschichte ein, weil sie bei jedem Coup mit einem Maschinengewehr bewaffnet war. Auch der 35-Jährige, der Montag vor Gericht saß, ist ein großes Kaliber: In Venedig wurde er wegen Mordversuchs an einem italienischen Polizisten verurteilt. Zuvor war er in Hermagor bei einer Bankomat-Sprengung dabei. Leugnen ist zwecklos: Am Tatort waren seine DNA-Spuren. "Ich musste damals Schmiere stehen und erhielt dafür 12.000 Euro", so der Angeklagte.
Nicht rechtskräftig.
Die wahre Rechnung bekommt er von Richter Christian Liebhauser-Karl präsentiert: Zu den sieben Jahren Gefängnis wegen Mordversuchs kommt jetzt noch ein Jahr unbedingte Haft wegen der Bankomatsprengung dazu. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Features
Profibande
Die Serie von Angriffen auf Bankomaten hatte im Dezember 2004 in Kärnten begonnen. Die Bande ging immer nach dem gleichen Muster vor. Zunächst stahlen die Täter ein Auto.
Vorgangsweise
Danach wählten sie Geld-



















