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Ein Stück vom Himmel
26.000 Fans werden Freitagabend im Stadion sein. Veranstalter sieht Potenzial für weitere Konzerte.
Am Mittwoch bekommt der Rasen im Stadion noch schnell einen Schnitt verpasst. Dann verschwindet er unter luftdurchlässigen Platten. Auf ihnen werden Freitagabend 10.000 Fans mit Stehplatzkarten Herbert Grönemeyer unter einem "Stück vom Himmel" zujubeln. Die restlichen 16.000 Zuseher wird es bei dem Konzert aber wohl auch nicht auf den Sitzen halten.
Vorzug. Am Montag hat Manfred Leodolter, Chef der Wiener Veranstaltungs GmbH "Show Connection", seinen Arbeitsplatz im Klagenfurter Stadion bezogen. Warum der Mann, der Herbert Grönemeyer nach Klagenfurt bringt, dem Stadion am Wörthersee den Vorzug gegenüber Salzburg und Wien gegeben hat? "In Wien war Grönemeyer im Vorjahr zu sehen. Man kann einen Künstler in einer Stadt auch totspielen. Und der Klagenfurter Bürgermeister hat sich sehr um dieses Konzert bemüht", sagt Leodolter. Subventionen von Stadt und Land gebe es aber keine.
"Schmuckkästchen." "Das Stadion ist ein Schmuckkästchen", schwärmt Leodolter. Vor allem eines, das bisher nur sehr einseitig genossen werden konnte: Seit der Eröffnung hat hier das runde Leder den Ton angegeben. Fünf bis zehn "richtige Künstler" könnte man pro Jahr im Stadion auftreten lassen, glaubt er. Nachsatz: "Gerade im Süden Österreichs besteht ein großes Potenzial für Konzerte dieser Größenordnung." Der Haken: Unter 25.000 Zusehern spielt sich bei den wirklichen Größen der Musikbranche nichts ab. Auch ein Grönemeyer würde somit einen Bogen um Klagenfurt machen. Sollte das Stadion rückgebaut werden, spielt Klagenfurt hier ohnehin in einer anderen Liga.


















