Zuletzt aktualisiert: 07.01.2016 um 18:53 UhrKommentareBillig tanken

OMV meldet Kauf von 66 Hofer-Tankstellen an

Bereits Anfang Dezember hatte der Mineralölkonzern die Übernahme bekannt gegeben. Jetzt ist der Deal offiziell bei der Bundeswettbewerbsbehörde angemeldet.

Foto © Jürgen Fuchs

Der österreichische Mineralölkonzern OMV will in Zeiten des Ölpreisverfalls seine Marktposition am heimischen Tankstellenmarkt stärken. Die OMV hat am Donnerstag den bereits Anfang Dezember bekannt gegebenen Kauf von 66 Hofer-Tankstellen der FE-Trading bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) angemeldet. Über 340 OMV-Tankstellen für Privatkunden gibt es in Österreich vor der geplanten Übernahme.

An der FE-Trading hält seit 2010 die Signa Holding des Tiroler Immobilieninvestors Rene Benko 50 Prozent, 26 Prozent gehören dem Salzburger FE-Trading-Gründer und Ex-Rennfahrer Markus Friesacher mit seiner AP Trading, fünf Prozent Stephan Pröll, Sohn des niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll (ÖVP), und 12,5 Prozent dem Wiener Wirtschaftstreuhänder Ernst Burger. Laut FirmenCompass gehören Elisabeth Eder weitere 5 Prozent und 1,5 Prozent entfallen auf Andreas Glatz.

Tankstellen bei Hofer-Parkplätzen

Die FE-Eigentümer verkaufen ihre 66 Diskonttankstellen, die an Parkplätzen der Supermarktkette Hofer in Österreich angesiedelt sind, zu einem bisher nicht genannten Preis an die OMV. Verkauft werden auch noch sechs Tankstellen in Slowenien. "Der Deal ist eine Sensation. Ich hatte auch gute Angebote aus dem Ausland. Die beste Lösung für mich und Hofer war das Angebot der OMV", erklärte Friesacher im Dezember. "Auch der Firmensitz bleibt in Anif bei Salzburg, die Mitarbeiter bleiben alle gleich, und der Marktauftritt nach außen ändert sich nicht", hieß es damals.

Im Jahr 2009 hatte Friesacher mit seiner FE-Trading die erste Hofer-Diskont-Tankstelle in Salzburg eröffnet und seither österreichweit in zahlreiche weitere Standorte zur Errichtung der "Automaten"-Tankstellen investiert. Medien bezeichneten ihn als "Billigbenzin-Pionier". Der Umsatz der FE-Trading betrug laut FirmenCompass im Jahr 2014 mit 19 Beschäftigten rund 202 Mio. Euro. Aktuellere Zahlen liegen nicht vor.

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Anteils-Tausch der OMV steht zur Diskussion / Bild: APA
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6 Kommentare

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latisana am 29.01.2016 14:03 Kommentar melden

Jetzt

wird's teuer!!!!!!
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CuiBono am 07.01.2016 19:50 Kommentar melden

Das Imperium schlägt zurück

und kauft die Revolutionäre auf.

Kapitalismus pur, die Alternativen für die Konsumenten sind - nachdem die BWB vorauseilend gehorsamst wohl ihren d'accord geben wird - endenwollend.

"Freie" Marktwirtschaft vom Feinsten.
Dank an Schüssel-Haider & Co für die Privatisierung und den intl. Ausverkauf von Schlüsselindustrien.

Wo kommen die nächsten Probleme:
Wasser, Abwasser, Energieversorung, Abfallentsorgung,...
Kein Stein wird auf dem andern bleiben!
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Antwort von henry99 am 07.01.2016 21:23 Kommentar melden

DANKE, JÖRG & SCHÜSSEL..

...für die Sauereien, die IHR angerichtet habt! Beste Arbeit der BLAUNEN & SCHWARZEN Gesellschaft!
Gott schütze uns in den nächsten Jahrzehntenvor so einer Koalition!
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Antwort von amse44pv am 08.01.2016 09:32 Kommentar melden

Wie recht Sie haben.

Danke auch an Fr.hbauer und Co bezüglich Verkauf Industriepark Arnoldstein:Wert zu der Zeit ca 1 Milliarde SCHILLING.Verkaufspreis 1 SCHILLING.Gott schütze uns auch vor solchen Postern die nur Halbwahrheiten schreiben.
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georgXV am 07.01.2016 19:37 Kommentar melden

Hawararepublik

ich hoffe sehr, daß die Bundeswettbewerbsbehörde diese Übernahme NICHT genehmigt, denn dies würde die Quasimonopolstellung der OMV in Österreich nur weiter stärken !!!
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Antwort von CuiBono am 08.01.2016 12:36 Kommentar melden

Die ÖMV

verbrennt seit Jahren jede Menge Geld in seltsamen Förderungsprojekten in politisch instabilen Ländern und holt sich dafür das Körberlgeld am heimischen Markt.

Und wenn das auch nicht mehr reicht, gibt man halt eine Beteiligung an heimischen Teilunternehmen an dubiose bzw. markttechnisch übermächtige "Kooperationspartner" ab.

Damit wird der Anteil der Österreicher immer weniger und einem baldigen Ausverkauf an einen intl. Investor (siehe Telekomverschleuderung an den Mexikaner) steht dann nix mehr im Wege.

Offensichtlich ist diese Vorgangsweise volkswirtschaftlich gewünscht, weil von unseren Politikern höre ich rein gar nix dagegen.
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