23. Dezember 2014, 04:05 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 16.01.2013 um 11:32 UhrKommentare

Täglicher Einkauf war im Dezember 4,1% teurer

Starke Preisanstiege gab es im Dezember bei Mieten, Betriebskosten, Fernwärme sowie Fleisch und Gemüse.

Foto © Fotolia / Eisenhans

Der typische tägliche Einkauf - der sogenannte "Mikrowarenkorb", der hauptsächlich Nahrungsmittel enthält - hat in Österreich im Dezember um 4,1 Prozent mehr gekostet als ein Jahr davor; im November hatte der Jahreszuwachs hier noch 3,8 Prozent ausgemacht.

Der "Miniwarenkorb", der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und deshalb auch die Spritpreise enthält, verteuerte sich im Jahresabstand um 3,1 (2,9) Prozent, teilte die Statistik Austria am Mittwoch mit.

Die größte Preisdynamik gab es in Österreich im Dezember bei Nahrungsmitteln und bei der Gruppe Wohnen/Wasser/Energie. Diese beiden Bereiche waren für jeweils mehr als 0,5 Prozentpunkte Inflation verantwortlich, insgesamt betrug die Teuerung im Jahresabstand unverändert 2,8 Prozent, wie auch schon im November.

Mieten stiegen um 4,5 Prozent

Bei der Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser und Energie", die sich insgesamt im Schnitt um 3,1 Prozent verteuerte, waren vor allem die um 4,5 Prozent höheren Wohnungsmieten ausschlaggebend. Betriebskosten für Mietwohnungen kletterten um 4,7 Prozent, jene für Eigentumswohnungen um 4,6 Prozent. Die Wohnungs-Instandhaltung verteuerte sich um 2,0 Prozent. Haushaltsenergie kostete im Schnitt um 1,8 Prozent mehr, dabei Strom +1,8 Prozent, Fernwärme +6,6 Prozent, Heizöl +0,9 Prozent und Gas +0,4 Prozent.

Für die Teuerungen der Gruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (im Schnitt +4,8 Prozent) waren primär die um 4,9 Prozent höheren Nahrungsmittelpreise die Ursache. Dabei verteuerten sich Fleisch und Fleischwaren im Dezember-Dezember-Vergleich um 8,3 Prozent, Gemüse um 13,0 Prozent sowie Brot- und Getreideerzeugnisse um 4,2 Prozent; Obst dagegen wurde um 3,0 Prozent billiger. Für alkoholfreie Getränke musste im Schnitt um 4,6 Prozent mehr bezahlt werden, zum Beispiel 8,3 Prozent mehr für Orangensaft und 4,0 Prozent mehr für Bohnenkaffee.

Bei "Restaurants und Hotels" (+3,6 Prozent) stiegen die Preise für Bewirtungsdienstleistungen um 4,0 Prozent und für Beherbergungsdienstleistungen um 1,1 Prozent. "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" kamen 2,8 Prozent teurer, etwa Assekuranz-Dienstleistungen +2,4 Prozent, Körperpflege +2,7 Prozent. Beim "Verkehr" (+1,8 Prozent) kostete Sprit um 2,3 Prozent mehr, die Wartung und Reparatur von Pkw kam um 4,0 Prozent teurer, Flugtickets sogar um 9,3 Prozent.

Im Monatsabstand - von November auf Dezember - waren beim VPI-Anstieg um 0,2 Prozent "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" mit 1,1 Prozent Preisanstieg der Hautpreistreiber. Grund dafür waren Teuerungen bei Fleisch/Fleischwaren um 1,5 Prozent sowie bei Gemüse um 2,6 Prozent. Dafür wurden "Bekleidung und Schuhe" binnen Monatsfrist um 2,1 Prozent billiger, getragen von ersten Schlussverkäufen bei Bekleidungsartikeln (-2,9 Prozent).

Im Gesamtjahr 2012 war bei einer Teuerungsrate von insgesamt 2,4 Prozent die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser und Energie" mit im Schnitt 3,3 Prozent Preis-Schub der Haupttreiber; dieser Sektor verursachte mit 0,6 Prozentpunkten VPI-Anstieg rein rechnerisch allein ein Viertel der Geldentwertung. Am stärksten wirkte sich dabei die um 3,6 Prozent teurerer Haushaltsenergie aus, gefolgt von den um 8,4 Prozent höheren Heizölpreisen; Gas kostete 5,0 Prozent mehr, Fernwärme um 8,0 Prozent und Strom um 0,8 Prozent. Wohnungs-Instandhaltung kam um 2,5 Prozent teurer.

"Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" wurden im Gesamtjahr 2012 im Schnitt um 3,3 Prozent kostspieliger und zogen damit den VPI um 0,38 Prozentpunkte in die Höhe. Großteils wurde dies durch die um 2,9 Prozent teureren Nahrungsmittel verursacht. Der Bereich "Verkehr" verteuerte sich um 2,6 Prozent, primär verursacht durch die - im Jahresverlauf nachlassende - Dynamik bei den Spritpreisen (+6,3 Prozent).

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