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Zuletzt aktualisiert: 26.11.2012 um 13:42 UhrKommentare

Eurozone: Österreich holt auf, Zypern neues Schlusslicht

Der "Euro Monitor" der Allianz gilt als zuverlässiges Frühwarnsystem zur Erkennung wirtschaftlicher Ungleichgewichte. Österreich erobert Platz 2.

Foto © Fotolia - Goddstock

In 10 von den 17 Eurostaaten hat sich die Wirtschaftslage heuer im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Dies ist das Ergebnis des am Montag veröffentlichten "Euro Monitor" des deutschen Versicherungskonzerns Allianz. An der Spitze liegt unverändert Deutschland. Österreich hat sein Ranking um einen Platz verbessert und liegt nun ex aequo auf Platz zwei mit Luxemburg. Die drei Schlusslichter sind Zypern (Platz 17), Griechenland (Platz 16) und Irland (Platz 15).

Der "Euro Monitor" berücksichtigt neben den Staatsfinanzen auch Exporterfolg, Inlandsnachfrage, Lohnentwicklung, Arbeitslosigkeit und die private Verschuldung. Die insgesamt 14 Indikatoren fließen in eine Punktewertung auf einer Skala von 1 bis 10 - je höher, desto besser die Performance. Wie im Vorjahr hat kein Land eine sehr gute Bewertung über 8.

Österreichs Gesamtwertung ging im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück (7,1 auf 7,0), rutschte aber aufgrund des noch stärkeren Rückgangs Luxemburgs (7,5 auf 7,0) einen Platz nach vorne.

"Österreich konnte sich sehr gut behaupten"

Während Österreich die niedrigste Arbeitslosenquote in der Eurozone hat, hinkt es im Bereich der Staatsfinanzen mit einer hohen Staatsverschuldung und staatlichen Neuverschuldung hinterher und erreicht hier im Ranking nur Platz 8. "Österreich konnte sich im Vergleich zu den anderen Euroländern sehr gut behaupten", kommentierte Martin Bruckner, Vorstand der Allianz Investmentbank und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich, die Studienergebnisse. Um ganz an die Spitze zu kommen müsste Österreich vor allem bei der Solidität der Staatsfinanzen zulegen.

Der größte Sprung um vier Plätze nach vorne auf Platz 5 gelang Belgien (5,9). Dagegen rutschte Finnland (5,8) um drei Plätze ab und liegt nun auf Platz 8. Spitzenreiter Deutschland (7,7) konnte ebenso wie Irland (3,9 - Platz 15) und Frankreich (5,6 - Platz 10) den Gesamtwert auf dem Vorjahresniveau halten. Neues Schlusslicht der Rangliste ist erstmals Zypern, das sich von 3,6 auf einen Wert von 3,0 deutlich verschlechterte.

Die Peripherieländer seien aber trotz schwerer Rezession auf dem Weg zur Gesundung, heißt es in der Aussendung. Neben Belgien konnten nur Spanien (5,0 - Platz 12), Portugal (4,1 - Platz 14) und Griechenland (3,4 - Platz 16) ihren Wert verbessern.

Griechenland hat sich ausgehend von dem niedrigen Niveau 2,7 stärker als jedes andere Land verbessert. Gründe dafür sind Rückgange bei den Lohnstückkosten und beim Verschuldensgrad des privaten Sektors.

Portugal hat in diesem Jahr seinen besten Wert seit 2008 erreicht. Fortschritte gab es bei der Wettbewerbsfähigkeit, der privaten Verschuldung, den Lohnstückkosten und der Budgetsituation.

"Wir sehen die Entwicklungen nicht so skeptisch - es gibt Fortschritte, die Euroländer sind auf dem guten Weg zu stärkerer Integration", sagte Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE.

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