29. Dezember 2014, 03:30 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 04.06.2012 um 16:28 UhrKommentare

"Aderlass" für die AUA verkraftbar?

120 AUA-Piloten und 221 Flugbegleiter verlassen das Unternehmen. Die AUA verspricht, keinen Passagier am Boden zu lassen. Die Gewerkschaft bezweifelt, dass die geplanten Not-Maßnahmen ausreichen. Zu hoch gepokert will man nicht haben.

Foto © APA

Die für das Bordpersonal zuständige Gewerkschaft vida sieht im Abgang von 341 Mitarbeitern an Bord von AUA-Flugzeugen (120 Piloten, 221 FlugbegleiterInnen) einen Aderlass, der für die AUA nicht einfach sein werde. vida-Chef Rudolf Kaska verteidigte am Montag den Klagsweg, der jetzt gegen die Austrian Airlines beschritten wird. Im ORF-Mittagjournal bestritt Kaske, im Streit um die Piloten-Kollektivverträge zu hoch gepokert zu haben.

Kehren Piloten zurück?

Dass die AUA den Abgang von hunderten hochqualifizierten Mitarbeitern ohne Probleme kompensieren könne, ist für Kaske nur die offizielle Meinung des Managements. Auch er höre, dass das Management an jene Mitarbeiter herantrete, die gekündigt hätten und sie bitte, im Sommer doch zu fliegen - etwa als Freelancer, also freiberuflich.

So reibungslos wie von der AUA dargestellt werde es nicht gehen, ist auch Kaske überzeugt. Die Gewerkschaft nehme den Zwangsumstieg des AUA-Flugbetriebs auf Tyrolean so nicht hin, bekräftigte er. Man werde die Rechte der Beschäftigten sichern, habe Klagen eingebracht. Sollten Betriebsversammlungen nötig werden, würden sie durchgeführt.

Dass der mit dem Übergang von AUA auf Tyrolean verbundene Kulturschock zu zwischenmenschlichen Problemen in den Cockpits führt, glaubt Kaske hingegen nicht. Er gehe davon aus, dass die Mitarbeiter wie bisher hochprofessionell arbeiten und ein gemeinsames Ziel verfolgen.

Vorwürfe, die Gewerkschaft vida hätte - vor allem mit ihrer Aufkündigung des Bord-Kollektivvertrags bei Tyrolean im März - zu hoch gepokert, weist Kaske zurück. "Wir pokern überhaupt nicht. Es war das AUA-Management, das den AUA-KV gekündigt hat. Uns ging es darum, weiterhin auf Augenhöhe zu verhandeln". Jetzt, so Kaske, gebe es die Möglichkeit, einen neuen modernen Konzernkollektivvertrag zu entwickeln.

  • Druckbare Version anzeigen
  • E-Mail

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

» Kommentar erstellen

Wir weisen darauf hin, dass dieses Forum nicht moderiert wird. Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (zB Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, etc. sind daher verboten! Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer allenfalls gesperrt. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (zB Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name, Postanschrift und E-Mail-Adresse, jedoch keine Handynummer) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.

In eigener Sache

  • >> Liebe User!
    • Auf unserer Website gibt es einige Neuerungen. Wichtige Informationen dazu finden Sie HIER.
    • Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: feedback@kleinezeitung.at
      Ihr Kleine Zeitung Team

Hypo-Special

  • Hintergründe, aktuelle Entwicklungen und Analysen zur Hypo.


Universitäre Welten

  • Expertentipps für Studierende, aktuelle Forschungsprojekte und noch mehr Wissenswertes zum Thema Universität.