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Zuletzt aktualisiert: 04.10.2013 um 16:06 UhrKommentare

Mit dem Pacemaker ans Ziel

Sie haben sich für den Graz Marathon 2013 ein Ziel gesteckt, wollen die 42,195 Kilometer in einer bestimmten Zeit durchlaufen? Mit dem Pacemaker erreichen Sie ihre Traumzeit leichter.

Foto © KLZ

Pacemaker sind sogenannte Brems- und Zugläufer, die ein konstantes, für sie selbst langsames Tempo laufen und es so anderen Läufern erleichtern, eine bestimmte Zielzeit zu erreichen. Das Magazin SPORTaktiv bietet in Zusammenarbeit mit adidas für den Graz Marathon auch heuer wieder (bereits 10. Mal in Graz) Graz Marathon den "Gratis-Pacemaker-Dienst" und hilft somit den Läufern ihr gestecktes Ziel zu erreichen.

Die sieben Pacemaker
2:59,59 Stunden Alexander Mai (gelber Ballon)
3:14,59 Stunden Dietmar Korntner (oranger Ballon)
3:29,59 Stunden Reinhard Fortyn (roter Ballon)
3:44,59 Stunden Gerhard Eggenreich (grüner Ballon)
3:59,59 Stunden Andreas Schweighofer (blauer Ballon)
4:14,59 Stunden Franz Lang (gelber Ballon)
4:29,59 Stunden Susanne Schöberl (oranger Ballon)

Info zu den einzelnen Läufern

Alexander Mai aus Judendorf Strassengl: In Graz laufe ich zum zweiten Mal als Pacemaker (2012 ebenfalls mit 2:59). Für Freunde habe ich bei diversen Läufen schon öfters den Schrittmacher gemacht. Berlin bin ich heuer in 2:46:29 gelaufen, das war der 6. Marathon für heuer. Insgesamt waren es so um die 30 (Ultra)-Marathons.

Warum ich den Pacemaker mache? Bei meinem Marathondebüt 2003 in Graz wollte ich unbedingt unter 3:00:00 laufen - nachdem bei Kilometer 35 der Mann mit dem Hammer kam, hat mich der damalige Pacemaker motiviert und mitgeschleppt. Ich konnte gerade noch mit 2:59:33 mein Ziel erreichen. Ohne ihn wäre das wohl nicht gut gegangen. Jetzt - 10 Jahre später - kann ich vielleicht auf diesem Weg dem einen oder anderen Marathoni etwas zurück geben. Und außerdem ist es ein saugeiles Gefühl.

Dietmar Kortner aus Linz: Es ist mein zweites Mal als Pacemaker und der zweite Marathon in Graz nach 2012 (damals auch 3:15), 20 Marathons und Ultraläufe werden es davon abgesehen generell schon gewesen sein. Meine Motivation setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen: Guter Tempo-Trainingslauf unter Wettkampfbedingungen, jede Menge Spaß, nette Konversationen mit Teilnehmern im Vorfeld bzw. zumindest bis Kilometer 30 (dann wird es im Feld allgemein ruhiger), tolle Ausrüstung, Gegenverkehrspassagen auf der Strecke, was auch immer was Schönes ist und man andere Teilnehmer und Pacemaker wiederholt sieht, geiler Zieleinlauf und vieles mehr.

Reinhard Fortyn aus Stockerau: Ich laufe zum fünften Mal als Pacemaker in Graz. Wenn ich meine zwei Marathons von den Langdistanzen (Ironman Klagenfurt und Barcelona) dazurechne, wird es heuer mein fünfter Marathon sein. 2006 bin ich zum ersten Mal als Pacemaker eingesetzt worden und es hat sofort Spaß gemacht. Es ist schön den Leuten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, Erfahrungen die man gemacht hat weitergeben zu können und die Leute zu motivieren. Ich habe schon bei manchen Einsätzen als Pacemaker eine eigenständige hilfsbereite Dynamik in der Gruppe beobachten können. Wo sich die Leute gegenseitig Wasser angeboten haben nachdem ich es für sie auch gemacht habe, indem die stärkeren Läufer mentale Hilfestellung für die schwächeren Läufer leisteten indem sie sie im Windschatten laufen ließen und so weiter. Ich sage den Leuten zwar meist, ich sehe mich als Hilfestellung auf den ersten 15 Kilometern, um nicht zu schnell anzulaufen. Dann sollte jeder sein eigenes Wohlfühltempo laufen. Doch viele verlassen sich dann aber doch lieber wieder auf die Erfahrung des Pacemakers.

Schön ist es dann im Ziel wenn sich die Leute für die Unterstützung bedanken - egal ob sie es dann gleichzeitig mit mir ins Ziel geschafft haben oder vor oder hinter mir reinkommen. Ich habe bei meinen insgesamt 15 Pacemaker-Einsätzen überwiegend positive Erfahrungen gemacht.

Gerhard Eggenreich aus Mixnitz: Ich bin viermal als Pacemaker gelaufen, ich laufe den sechsten Graz Marathon. Ich möchte alle Läufer motivieren und mit ihnen zusammen ihr persönliches Ziel erreichen - ohne Druck. Denn nur so kann man diesen wunderschönen Marathon genießen. Ich habe ungefähr 40 Marathonläufe absolviert.

Andreas Schweighofer aus St. Pölten: Ich laufe heuer zum vierten Mal in Graz als Pacemaker. Insgesamt habe ich schon 20 Läufe bestritten, unter anderem in Berlin, Salzburg, Wien und der Wachau. Ich laufe weil ich Freude habe, Menschen zu ihrem Ziel zu verhelfen, weil ich gerne Menschen kennenlerne, weil ich die Emotionen liebe nach 42,2 Kilometern und die Dankbarkeit spüre etwas Gutes getan zu haben.

Franz Lang aus Graz: Beim kommenden Graz Marathon laufe ich zum dritten Mal in Graz als Pacemaker mit. Insgesamt sollte es dann dass elfte Mal als Marathonpacemaker sein, Marathon Nummer 121 als normaler Teilnehmer. Meine Motivation: Ich erinnere mich mit Gänsehaut an den heurigen Marathon in Salzburg, wo ich auch als 4:45-Pacemaker dabei war und eine Läuferin bei ihrem ersten Marathon vom ersten bis zum letzten Meter begleitet habe. Das war mindestens so ergreifend wie bei meinem ersten eigenen Marathon (welcher übrigens auch in Graz, am 8. Oktober 2000 war).

Ich habe auch mal eine Südafrikanerin begleitet. Wie sich später herausgestellt hat, ist sie Herausgeberin eines Magazins in Südafrika. Ich habe dann im Internet einen Bericht gefunden, wo ich mich wiedererkannt habe - als "lovely Frans". Voriges Jahr in Graz ist ein über 70-Jähriger mitgelaufen, er hat beinahe immer das Tempo gehalten. Das alles sind richtig tolle Erlebnisse. Es ist immer eine schöne Erfahrung und oft sehr berührend wenn man bei solch Erlebnissen dabei sein darf und mit Motivation auch unterstützen darf.

Susanne Schöberl aus St. Pölten: Ich bin zum ersten Mal Pacemaker in Graz, insgesamt ist es mein dritter Graz Marathon und mein 76. überhaupt. Meine Motivation als Pacemaker zu laufen? Die neue Herausforderung, meine Erfahrungen aus den gelaufenen Marathons einzubringen. LäuferInnen dabei behilflich sein, mit einer Zielzeit von 4:30 durch das Ziel zu laufen. Oder vielleicht als Abschreckung und Motivation für den/die eine oder andere, ja nicht vom 4:30-Pacemaker überholt zu werden und auf jeden Fall vor 4:30 ins Ziel zu kommen.

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