28. November 2014, 14:38 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 09.02.2013 um 21:37 UhrKommentare

Kicker gehen zu Fuß zum Spiel

Gähnende Leere in den Kneipen, italienische Feinschmecker und ein sehr stolzer Oberkellner: Der WAC holt sich im Urlaubsort Novigrad den letzten Feinschliff vor der Frühjahrssaison.

Foto © Kleine Zeitung

Mit einer kalten Meeresbrise und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt hat der Winter das Ferienparadies Novigrad in Istrien fest im Griff. Wenn auch nicht so streng, wie derzeit in Österreich. Wo sich im Sommer unzählige Touristen um die besten Plätze in den Lokalen raufen, herrscht tote Hose. Viele Hotels haben geschlossen.

Sergio Jugovac ist froh, wenigstens eine Handvoll italienischer Feinschmecker in seinem Fischlokal begrüßen zu dürfen, die sich am fangfrischen Hummer delektieren. "Erst zu Ostern kehrt in unserem Ort wieder Leben ein", erklärt der Haubenkoch im gutem Deutsch. Mit Fußball kann er jedoch nicht viel anfangen. Beim Namen Nenad Bjelica, immerhin kroatischer "Fußballer des Jahres 2000", zuckt er nur fragend mit den Schultern.

Da kann Bero schon mehr erzählen. "Nenad ist ein guter Junge und hat viel für den kroatischen Fußball getan." Bero ist Oberkellner im Jachthafen-Hotel Nautica, wo der WAC sein Quartier während des Trainingslagers bezogen hat.

Unternehmen Klassenerhalt

Die Boote schaukeln ruhig im Takt, den die Wellen vorgeben. Von Ruhe ist bei den WAC-Kickern aber wenig zu spüren. Ab 16. Februar beginnt für den Tabellen-Sechsten - sofern das Wetter mitspielt - mit dem Heimspiel gegen Salzburg das Unternehmen Klassenerhalt. Dafür schuften die 25 Profis hart und zielstrebig. Der Kampf um die Stammplätze hat längst begonnen. Zeit für Blödeleien bleibt nur in den Phasen zwischen den Trainingseinheiten. Der akribische Arbeiter Bjelica führt ein strenges Regiment, ohne dabei seine große menschliche Seite vermissen zu lassen. So darf Christoph Cemernjak aus familiären Gründen das Trainingslager vorzeitig verlassen. Bei der Nachtruhe kennt er jedoch kein Erbarmen: "Um 23 Uhr ist Zapfenstreich." Die Spieler gehorchen ihm aufs Wort. Da hätte so mancher Pädagoge seine Freude.

Dass die Spieler keine Starallüren haben, sieht man in den Testspielen. Da es keine Busse gibt, müssen die Profis zu Fuß auf den rund zwei Kilometer entfernten Rasenplatz beim Nachbarhotel gehen. Geraunzt wird nicht, auch wenn der Wind um die Ohren pfeift. Am Sonntag geht's nach dem Finale im "Wintercup" gegen Pula zurück nach Kärnten. Die Frühjahrssaison kann beginnen. Noch mehr Eindrücke vom Trainingslager im Internet auf: wac.kleinezeitung.at

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