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Zuletzt aktualisiert: 29.09.2012 um 20:58 UhrKommentare

Über den Fußball ins Leben zurück

Was 2003 in Graz in eher überschaubarem Rahmen startete, ist heute ein soziales Großereignis weltweit - der "Homeless Soccer World Cup". Am 6. Oktober werden in Mexiko City 48 Nationen am Start sein - in Graz waren es lediglich 18.

Foto © AP

"Wir haben diesen Ort nicht zufällig gewählt", sagt der ehemalige österreichische Fußballprofi Gilbert Prilasnig. Und so steht das Wiener Riesenrad symbolisch für ein Vorhaben, das wie folgt lautet: "Wir wollen hoch hinaus." Hoch hinaus beim zehnten "Homeless World Cup", der Fußball-WM für Wohnungslose, für Verkäufer von Straßenzeitungen, für Asylwerber ohne positiven Bescheid, für Konventionsflüchtlinge und für solche, die gerade einen Drogen- oder Alkoholentzug durchmachen oder in den vergangenen beiden Jahren durchgemacht haben. Prilasnig ist Teamchef der Österreicher. Ehrenamtlich, versteht sich.

2003 waren in Graz 18 Nationen am Start, Österreich wurde Weltmeister. Heuer sind es 48, wenn die WM am 6. Oktober in Mexiko City angepfiffen wird. Und da peilt das rot-weiß-rote Team, bestehend aus acht Aktiven (es wird auf Kleinfeld vier gegen vier mit fliegendem Wechsel gespielt), einen Platz unter den besten zehn an. Im Vorjahr in Paris wurde das Team, das jährlich aus neuen Spielern bestehen muss, 21.

Mehr als nur ein Turnier

Wesentlich beteiligt am Gelingen dieses Projektes ist neben den Sponsoren und 31 sozialen Einrichtungen, die allein in Österreich hinter dem "Homeless World Cup" stehen, die Caritas. "Mit diesem Turnier", sagt Bernd Wachter, Generalsekretär der Caritas Österreich, "wurde eine internationale Plattform geschaffen, auf der Spielerinnen und Spieler zeigen können, was sie draufhaben. Jeder Mensch verdient eine zweite Chance, kein Mensch ist nur obdachlos oder nur drogen- oder alkoholkrank. Jeder will zeigen, dass er mehr ist als die Kiste, in die er gesteckt wird. Dieses Turnier ist also kein herkömmliches." Und auch die Statistik nach neun Jahren "Homeless World Cup" spricht für sich: Zwei Drittel der Spieler schafften es, ihre Lebenssituation nach dem jeweiligen Turnier sehr bald signifikant zu verbessern.

PS: Österreichs Teamkapitän heißt James Cook und ist Tormann. In diesem Sinne: volle Kraft voraus, Captain Cook!

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