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Zuletzt aktualisiert: 27.04.2012 um 11:37 UhrKommentare

Nun sitzt Adi Pinter auch auf der Trainerbank

Sportlich erfolgreich, kommt der DSV Leoben trotzdem weiter nicht zur Ruhe. Der Verein hat das Trainerteam rund um Bernd Muhr mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Vize-Präsident und Sportdirektor Adi Pinter übernimmt. Von Thomas Huber.

Foto © GEPA

Knalleffekt beim DSV Leoben, wieder einmal. Nachdem Trainer Bernd Muhr erst vor wenigen Tagen seinen Abschied im Sommer angekündigt hatte, wurden er und sein Team (Tormanntrainer Hannes Schwarz, Physiotherapeut Bernd Wolf und Masseur Gernot Stadler) nun von der Vereinsspitze beurlaubt. "Nach mehreren Stunden Beratung innerhalb des Präsidiums des DSV Leoben wurde das einstimmig beschlossen", erklärt Vereinpräsident Gabor Heinemann. Vize-Präsident und Sportdirektor Adi Pinter wird ab sofort das Training des Regionalligisten, der im Frühjahr in der Tabelle auf Platz zwei vorgestoßen ist, leiten.

"Wer nicht mitzieht, muss gehen", lautet die Marschrichtung des obersteirischen Traditionsklub. Der Präsident hat ein klares Konzept, will in den nächsten drei Jahren zurück in die Bundesliga. "Einige Leute haben deponiert, zuerst schauen zu wollen, wer im Sommer Cheftrainer wird und sich dann zu entscheiden. Das ist für uns nicht akzpetbalel. Bis 10. Mai müssen sich alle deklarieren. Bis Ende Mai muss die Mannschaft stehen", findet Heinemann im Gespräch mit der Kleinen Zeitung DIGITAL klare Worte. Für das beurlaubte Trainerteam sei die Tür beim DSV aber deshalb noch nicht zu. In der nächsten Woche werde es mit Spielern und Betreuern weitere Gespräche geben. Fix ist: Hans Novak kehrt als Tormann-Trainer zurück.

Kein Cheftrainer in Sicht

Für Adi Pinter - in Fußball-Österreich nicht unumstritten - bedeutet die Beurlaubung von Muhr & Co., dass er neben seinem Amt des Vize-Präsidenten und Sportdirektors nun auch das Traineramt in Leoben bekleiden wird. Schon beim Spiel am Freitag in St. Florian wird der "Rote Messias", der für seine unkonventionellen Trainingsmethoden bekannt ist, auf der Bank Platz nehmen.

Vorgeschichte

Dort, wo Adi Pinter ist, ist das Chaos meist nicht weit: Beim FC Pasching wurde Pinter im Herbst nach nur wenigen Wochen als Trainer beurlaubt, nachdem er beim Spiel gegen den GAK einen Strip hingelegt hatte. Im Frühjahr wurd er beim DSV Leoben als neuer Sportdirektor und Vize-Präsident präsentiert. Einen Tag später nahm Trainer Gregor Pötscher den Hut. Auch dessen Nachfolger Bernd Muhr gab vor einigen Tagen bekannt, den DSV im Sommer zu verlassen - nun die Beurlaubung.

Für wie lange, ist unklar. "Wir wollen einen neuen Cheftrainer. Aber leider sind wir in den vergangenen drei Monaten nicht in der Lage gewesen, einen passenden Mann zu finden", gibt Heinemann zu. Unter anderem habe man mit namhaften Trainern wie mit dem Deutschen Holger Fach (u.a. Mönchengladbach, Wolfsburg) Gespräche geführt - ohne Ergebnis.

Stress hat Heinemann deshalb aber keinen: "Mit Adi Pinter haben wir einen der bestausgebildeten Trainer in Österreich. Es ist also auch kein Problem, wenn wir erst im August oder September einen neuen Trainer haben." Nachsatz: "Pinter wird aber auch in Zukunft sicher kein Schreibtisch-Sportdirektor sein."

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Leoben

Am Anfang war der GAK

  • Adi Pinter begann seine Fußball-Karriere im Nachwuchsbereich des GAK, wo er es bis in die Erste schaffte. Von Graz aus zog es ihn nach Belgien. Er war dann Spielertrainer bzw. Trainer oder Manager bei Klubs in Griechenland, Belgien, Frankreich, Polen, Kroatien, Schweden, Deutschland und Österreich (GAK, Sportclub, Krems, Pasching).

    Pinter arbeitete u.a. auch als Mental-Coach, Schauspieler, Sänger, Maler oder Politiker.

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