27. November 2014, 20:38 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 04.04.2012 um 08:13 UhrKommentare

Hallenpläne: Protest der Amateure

Einheimische "Eishackler" bangen um Trainingszeiten, wenn Klagenfurt ein Bundesleistungszentrum bekommt. Schon jetzt müssen viele Vereine ausweichen.

Foto © GEPA/Sujet

Der Jubel über die abgespeckten Pläne für die neue Klagenfurter Eishalle hält sich in Grenzen. Einerseits wünscht sich der KAC mehr als die nun vorgesehenen 6400 Besucher (die Kleine Zeitung berichtete), andererseits machen nun auch die Amateurmannschaften gegen die Sparvariante mobil.

"Schon jetzt ist es sehr schwierig, eine Trainingseinheit im Eissportzentrum Klagenfurt zu bekommen. Viele Vereine müssen bis nach Althofen ausweichen", klagt Gerald Stanossek, Schriftführer des ESV Volksbank Ferlach. Die zwei Eisflächen in der Messe- und der angrenzenden Sepp-Puschnig-Halle sind bis in die späte Nacht ausgebucht. Sollte Klagenfurt nun zusätzlich Standort eines Bundesleistungszentrums werden, würde sich die Situation noch verschlimmern. "Diese Sportler wollen ja auch aufs Eis!" Stanossek warnt im Namen zahlreicher Vereine, die das Schreiben unterzeichnet haben: "Es wäre ein schwerer Schlag gegen den Kärntner Breitensport Eishockey, wenn das Leistungszentrum ohne dritte Eisfläche installiert wird."

Von einer dritten Eisfläche ist aber längst keine Rede mehr. "Wir können uns nur die Sparvariante leisten", sagt Bürgermeister Christian Scheider (FPK). Er hofft, dass sich die Bedürfnisse der Amateure mit jenen des Leistungszentrums vereinbaren lassen und kündigt Gespräche mit den Vereinen an. "Diese Sportler trainieren und spielen ja hauptsächlich in den Abendstunden, während das Bundesleistungszentrum die Eisfläche vor allem tagsüber benötigt."

Die Amateure hingegen führen auch finanzielle Gründe ins Treffen. "90 Minuten Eishockey kosten im Standardtarif 198 Euro, rechnet Stanossek vor. "Unsere Spieler sind es, die einen Großteil der Einnahmen für das Eissportzentrum bringen und als Bürger ihre Steuern zahlen, mit denen wiederum die neue Eishalle errichtet wird." Eine dritte Eisfläche wäre in Klagenfurt laut Stanossek leicht und kostengünstig zu betreiben.

Fix ist - zum Glück der Amateure - eh noch nix: Die Stadt Klagenfurt muss mit dem Bund noch über die Errichtung des Leistungszentrums verhandeln. Es geht dabei vor allem um die Folgekosten für den laufenden Betrieb, an denen sich in Kärnten niemand beteiligen will.

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