18. Dezember 2014, 21:19 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 31.01.2013 um 15:31 UhrKommentare

Hopsi, die Nummer 1 in Schladming

Seit über 30 Jahren hoppelt Hopsi durch Schladming. Die Kleine Zeitung forschte den "Vater" des Kulthasen aus.

Foto © APA

Wer ist der berühmteste Schladminger? Eine Frage, bei der sich die Geister scheiden. Charly Kahr, der legendäre einstige Cheftrainer der österreichischen Ski-Herren, stünde zur Auswahl. Oder Sepp Walcher, der tödlich verunglückte Abfahrts-Weltmeister von 1978. Dann gäbe es noch die beiden Olympiamedaillen-Gewinner Hans Knauß und Michael Tritscher. Oder Köln-Legionär Daniel Royer. Nein, der wohl berühmteste Schladminger hat selbst keine Skirennen gewonnen, er trug auch nicht das Trikot der österreichischen Fußballnationalmannschaft. Der berühmteste Schladminger trägt grauen Pelz, einen rot-weiß-roten Schal um den Hals und ein Hauberl auf dem Kopf in derselben Farbkombination. Sein Name: Hopsi. Sein Beruf: WM-Maskottchen.

Anlässlich der Ski-WM 1982 hoppelte der Hase erstmals ins Rampenlicht und begeisterte prompt Jung und Alt. Die Plüschversion des beliebten Hasen gehört bis heute zum Pflichtinventar der Kinderzimmer von Schladming und Umgebung. Bei der WM 2013 ist Hopsi wieder mit von der Partie. Aber daran gab es ohnehin nichts zu rütteln, wie Michaela Reichel, die Marketingverantwortliche der WM, bei der Präsentation verriet: "Ein anderes Maskottchen stand nie zur Diskussion."

Nur schlanker ist er geworden, der Urvater aller Skihasen. Die Pausbacken sind ebenso verschwunden wie der Hüftspeck. Verantwortlich für den kosmetischen Eingriff war übrigens der steirische Cartoonist Christian Seirer.

Hopsis "Vater"

Aber wer hat Hopsi eigentlich erschaffen? Lange Zeit erntete man auf diese Frage nur ratloses Achselzucken. Die Kleine Zeitung führte die Recherche nach dem Hopsi-Vater bis ins kleine Städtchen San Bartolomeo al Mare an der italienischen Riviera. Dort, unweit des mondänen San Remo, lebt Ivan Plihal. Seiner Feder entsprang einst Hopsi. Der gebürtige Slowake, der in München als freischaffender Grafiker und Illustrator arbeitete, war es, der im Sommer 1980 die ersten Entwürfe des Maskottchens anfertigte. Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte.

Seit damals ist der Hase ein Verkaufsschlager. Allein im Vorfeld der WM 2013 wurden schon 15.000 Hopsis verkauft. "Rund 20.000 Maskottchen haben wir aber noch für die WM in den Regalen", erzählt Gerald Seebacher, der mit seiner Firma Lizenzinhaber der offiziellen Fanartikel ist. Wer übrigens glaubt, Herr Hopsi brauche nur lustig über die Skipisten zu hoppeln und beim Après-Ski mit seinen Löffeln schwingen, der irrt.

Der Weltenbummler

In den letzten Monaten mutierte der Steirer liebster Hase zum Weltenbummler. Ob in Aspen, Lake Louise, Gröden oder zuletzt in Marburg und Kitzbühel - Hopsi rührte überall die Werbetrommel für "seine" Weltmeisterschaft (wie die Bildergalerie oben beweist).

Erst wenn das letzte Ski-Ass am 17. Februar im Ziel abgeschwungen hat, wenn die letzte Medaille vergeben ist, erst dann kann Hopsi dem Müßiggang frönen, gemütlich in ein Möhrchen beißen - und auf die nächste Ski-WM in Schladming warten . . .

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KK

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