Nach dem Attentat bei dem tunesischen Badeort Sousse sind alle 38 getöteten Touristen identifiziert worden. Unter den Opfern sind 30 Briten, wie das tunesische Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Außerdem starben drei Iren, zwei Deutsche, ein Russe, ein Belgier und ein Portugiese. 39 Menschen wurden verletzt.

Ein 23 oder 24 Jahre alter Student hatte am vergangenen Freitag am Strand in einem Hotel bei Sousse das Feuer auf die Urlauber eröffnet und 38 Touristen getötet, bevor er selbst erschossen wurde. Ein Sprecher des tunesischen Innenministeriums sagte dem Radiosender Shems FM, alle Opfer seien mit derselben Waffe erschossen worden. Der Attentäter habe außerdem eine Handgranate eingesetzt. Er soll Verbindungen zu radikalen Gruppen gehabt haben.

In den vergangenen Tagen gab es immer wieder Spekulationen über einen zweiten Schützen. Augenzeugen berichteten immer wieder von mindestens einem zweiten Angreifer. Tunesiens Regierung hatte am Montag die Festnahme mehrerer Verdächtiger gemeldet, die den Attentäter unterstützt haben sollen. Einzelheiten nannte sie nicht, auch nicht die Zahl der Festgenommenen.

Tunesien begann am Mittwoch nach Angaben des Innenministeriums damit, Touristenziele stärker zu schützen. Dafür will die Regierung 1.000 zusätzliche Sicherheitskräfte einsetzen. Mit dieser Maßnahme will sie verhindern, dass die Zahl der Urlauber in Tunesien einbricht. Der Tourismus gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen im Land.