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Packt Gaddafis "Todesgesandter" aus?

Libyens Außenminister lief zu den Briten über - angeblich, weil er gegen Gaddafis Angriffe auf die libysche Zivilbevölkerung gewesen sei.

Foto © Reuters

Es wird einsam um Gaddafi: Nachdem ihm schon ein großer Teil seines Kabinetts, viele Armeeoffiziere und Diplomaten den Rücken kehrten, setzte sich nun auch Außenminister Moussa Koussa (62) ab - angeblich, weil er gegen Gaddafis Angriffe auf die libysche Zivilbevölkerung gewesen sei. Der frühere Geheimdienstchef, der als enger Vertrauter und langer Weggefährte Gaddafis gilt, flüchtete in die britische Hauptstadt London. Nun hofft der britische Geheimdienst, dass Koussa aus dem Nähkästchen plaudert und so hilft, Gaddafis Sturz zu beschleunigen.

Koussa ist eine der Top-Figuren in der Gaddafi-Regierung. Er ist als "Gesandter des Todes" und "Vater von Lockerbie" verrufen. Bei dem Anschlag starben 270 Menschen. Koussa soll einer der Eingeweihten gewesen sein. 1980 wurde er, damals Botschafter in London, ausgewiesen, weil er Jagd auf libysche Oppositionelle in Großbritannien machte. 1994 rückte er an die Spitze des libyschen Geheimdienstes, wo er die staatliche Unterdrückung gegen das Volk dirigierte. In den letzten zwei Jahren versuchte Koussa dann, als außenpolitisches Gesicht den Ruf Gaddafis aufzupolieren.

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