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Zuletzt aktualisiert: 18.01.2011 um 12:14 UhrKommentare

ÖH empört: "Griff ins Klo"

ÖH-Chefin Sigrid Maurer bezeichnete am Dienstag die geplante Studieneingangsphase als "zukunftspolitischen Griff ins Klo".

Foto © APA

Empört hat die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) am Dienstag auf die Pläne der Regierungsparteien zur Regelung des Uni-Zugangs regiert. ÖH-Chefin Sigrid Maurer bezeichnete am Dienstag die geplante Studieneingangsphase als "zukunftspolitischen Griff ins Klo". Speziell stoßen sich die Studentenvertreter an der Beschränkung der möglichen Prüfungsantritte während der Studieneingangsphase. Diese werde damit zu einer "versteckten Knock-Out-Phase - die Prüfungen dafür genutzt, Studierende gezielt aus dem Studium zu boxen", so Thomas Wallerberger vom ÖH-Vorsitzteam.

Mit einer spontanen Protestaktion vor dem Bundeskanzleramt haben die Studentenvertreter ihrem Unmut Luft gemacht - mit dazu passenden roten Boxhandschuhen. Maurer sprach vor Journalisten von einer "Schikane gegen Studierende". Den Studenten sei versprochen worden, dass keine Knock-Out-Prüfungen eingeführt werden: Nun sei aber "genau eingetreten, was wir nicht wollten".

Die ÖH-Spitze spricht von "institutionalisierten Knock-Out-Prüfungen". Die SPÖ sei offenbar auf die "Schauermärchen von überfüllten Massenfächern und der drohenden Deutschenflut" von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (V) hereingefallen. Ziel der Studieneingangsphase sei ganz klar, die Zahl der Studierenden zu senken, so ÖH-Generalsekretärin Mirijam Müller, die vom "nächsten Anschlag auf die Studierenden nach der Kürzung der Familienbeihilfe" spricht.

Wallerberger bezeichnete die Maßnahme als "bildungspolitischen Schnellschuss", der an den wirklichen Problemen der Hochschulen vorbei gehe. "Anstatt die Universitäten endlich ausreichend zu finanzieren, werden Studierende aus ihrem Studium gedrängt. Die Universitäten brauchen 'Bail-Out' statt 'Knock-Out'", so Wallerberger. Zudem würden mehr Studierende benötigt, nicht weniger, Österreich liege sowohl bei der Zahl der Studienanfänger als auch bei der Zahl der Absolventen weit hinter dem OECD-Schnitt.

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