24. November 2014, 22:31 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 16.01.2013 um 17:30 UhrKommentare

Pussy-Riot-Mitglied bleibt in Haft

Die russische Justiz bleibt hart. Ein Gericht in der Stadt Perm lehnte nach stundenlanger Anhörung einen Antrag der Musikerin Maria Alechina auf Aussetzung der Strafe ab. Es sei bereits berücksichtigt worden, dass sie ein kleines Kind habe.

Foto © APA

Ein Antrag einer der beiden inhaftierten Frauen der Punkband Pussy Riot auf Haftaufschub ist am Mittwoch von einem russischen Gericht abgelehnt worden. Bei der gegen Maria Alechina verhängten zweijährigen Strafe sei bereits berücksichtigt worden, dass sie ein kleines Kind habe, urteilte das Gericht in der Region Perm im Ural laut einer Meldung der Nachrichtenagentur RIA-Nowosti. Es gebe keine neuen Erkenntnisse, die die Strafe mildern könnten. Laut russischem Gesetz gäbe es die Möglichkeit, ihre Strafe erst zu verbüßen, wenn ihr Kind 14 Jahre alt wird. Alechina wollte sich in Freiheit besser um ihren fünfjährigen Sohn Filipp kümmern.

Arbeitslager in Perm

Die 24-jährige Alechina ist in einem Arbeitslager in der 1.400 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Region Perm inhaftiert. Das zweite ebenfalls zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilte Mitglied der Frauen-Punkband, Nadeschda Tolokonnikowa, befindet sich in einem Lager in Mordowien, 500 Kilometer östlich von Moskau. Auch sie hat einen Antrag auf Haftverschonung gestellt, weil sie eine kleine Tochter hat. Wann die Anhörung in ihrem Fall stattfinden soll, ist unklar.

Alechina, Tolokonnikowa und das Band-Mitglied Jekaterina Samuzewitsch waren im August wegen einer regierungskritischen Aktion gegen den heutigen Staatschef Wladimir Putin zu jeweils zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Das Urteil sorgte auch international für Empörung. Samuzewitschs Strafe war Anfang Oktober in einem Berufungsverfahren in eine Bewährungsstrafe umgewandelt worden, die 30-Jährige kam daraufhin frei. Die Haftstrafe der beiden anderen Frauen wurde dagegen aufrecht erhalten.

Zu der mit Spannung erwarteten Anhörung in Perm waren Dutzende Menschenrechtler und Journalisten eigens in die Stadt rund 1.400 Kilometer östlich von Moskau gereist.

  • Druckbare Version anzeigen
  • E-Mail

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

» Kommentar erstellen

Wir weisen darauf hin, dass dieses Forum nicht moderiert wird. Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (zB Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, etc. sind daher verboten! Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer allenfalls gesperrt. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (zB Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name, Postanschrift und E-Mail-Adresse, jedoch keine Handynummer) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.

Innenpolitik

  • Aktuelle Ereignisse, Hintergründe und Analysen zur heimischen Innenpolitik.

Weltpolitik

  • Aktuelle Entwicklungen, Berichte unserer Korrespondenten, Analysen und Hintergründe zur Außenpolitik.

Südosteuropa

  • Im Fokus: Südosteuropa - aktuelle Entwicklungen, Korrespondenten-Berichte und Analysen.

EU-Special

  • Hintergründe, Korrespondenten-Berichte und aktuelle Ereignisse zum Thema EU.

Der Nahost-Konflikt

  • Der Nahost-Konflikt: Aktuelle Entwicklungen, die Konfliktparteien, die Hintergründe.

100 Jahre 1. Weltkrieg

  • Das große Special zu 100 Jahre Erster Weltkrieg: Interaktive Grafiken, Video-Analysen und Schauplatz-Reportagen aus den ehemaligen Kriegsgebieten.

Wartungsarbeiten

  • >> Liebe User!
    • Auf unserer Website gibt es einige Neuerungen:
    • Die bisherigen Gemeinde- und Bezirksseiten werden durch Regionalportale ersetzt – Sie erhalten hier alle wichtigen Neuigkeiten aus Ihrer Region.
    • Auf der Startseite werden Nachrichten nun in Ressort-Blöcke gegliedert (Sport, Politik etc.) - für einen besseren Überblick.
    • Aufgrund von technischen Umstellungen können wir vorübergehend keine Wetterinformationen und Gewinnspiele anbieten. Die Inhalte werden ehestmöglich wieder bereitgestellt. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

    Weitere Informationen finden Sie HIER. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: feedback@kleinezeitung.at
    Ihr Kleine Zeitung Team