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Zuletzt aktualisiert: 16.01.2013 um 16:12 UhrKommentare

Ausländer in Algerien als Geiseln genommen

Ein islamistisches Kommando hat einen Standort des Ölkonzerns BP in Algerien angegriffen und mehrere Ausländer als Geiseln genommen. Die Zone gilt als Einflussgebiet der Al-Kaida. Die Angreifer sollen aus Mali gekommen sein.

Foto © APA

Bei dem Angriff solll es einen Toten und sieben Verletzte gegeben haben. Aus westlichen Diplomatenkreisen verlautete, bei den Geiseln handele es sich um Angestellte des Unternehmens, vor allem Briten, Norweger und Japaner.

Ein algerischer Abgeordneter sagte, auch ein Franzose und vier Japaner seien als Geiseln genommen worden. Die irische Regierung bestätigte, dass sich ein Ire unter den Entführten befindet und forderte seine sofortige Freilassung.

Angriff gestartet

Die algerische Armee habe einen Einsatz gegen die Angreifer gestartet, hieß es weiter aus Diplomatenkreisen. Der Angriff erfolgte demnach in der Region von Tiguentourine, rund 40 Kilometer von der Stadt In Amenasder nahe der Grenze zu Libyen. Die Zone gilt als Einflussgebiet der Al-Kaida. Aus einer malischen Quelle verlautete, dass die Angreifer aus Mali gekommen seien.

BP sprach in einer in London veröffentlichten Erklärung von einem "Sicherheitsvorfall" auf dem In Amenas Gasfeld im Osten des Landes, äußerte sich aber nicht zu dem mutmaßlichen islamistischen Angriff. Entsprechende Notfallmaßnahmen seien eingeleitet worden, hieß es.

Einer der Islamisten, der nach eigenen Angaben an dem Entführungskommando beteiligt war, sagte, seine Gruppe komme aus dem benachbarten Mali und gehöre zum Terrornetzwerk Al-Kaida. Seit Ende vergangener Woche führt Frankreich in Mali einen Militäreinsatz gegen die den Norden des westafrikanischen Landes kontrollierenden Islamisten.

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