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Zuletzt aktualisiert: 13.01.2013 um 21:42 UhrKommentare

Protest gegen Rassismus in Ungarn

Foto © APA

Mehrere hundert Ungarn haben am Sonntag vor der Zentrale der regierenden Fidesz-Partei in Budapest gegen rassistische Äußerungen eines Mitbegründers der Partei demonstriert. Einige Demonstranten trugen Schilder mit der Aufschrift "Ich bin auch Roma". Mehrere Redner forderten Ministerpräsident Orban auf, zu den Äußerungen seines Vertrauten Zsolt Bayer Stellung zu beziehen.

Zudem verlangten sie einen Ausschluss des bereits einschlägig bekannten Journalisten Bayer aus der rechtspopulistischen Partei Fidesz-MPSZ. Bayer hatte in einem vor einer Woche von der Tageszeitung "Magyar Hirlap" veröffentlichten Beitrag geschrieben, "die meisten Roma" seien "Tiere", viele Roma seien "Mörder". Die meisten Roma seien "nicht zum Zusammenleben" geeignet und sollten "nicht existieren", hieß es in dem Beitrag weiter.

Bayer ist für rassistische Bemerkungen auch über Juden bekannt. In einem 2011 erschienenen Artikel bezeichnete er Juden als "stinkende Exkremente", 2008 verunglimpfte er Juden, weil sie "ihre Nasen in den Schwimmbädern Ungarns schnäuzen". Bayers jüngste Kommentare erschienen nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung, die sich am Jahreswechsel in einem Dorf nahe der Hauptstadt Budapest ereigneten. Als Angreifer gelten Roma.

Zu der Demonstration am Sonntag hatte die oppositionelle Demokratische Koalition des ehemaligen sozialistischen Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsany aufgerufen. Ungarn steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise, und Orban ist sowohl im Ausland als auch im Land selbst umstritten. Kundgebungen zur Unterstützung Orbans, an denen im vergangenen Jahr mehr als 100.000 Menschen teilnahmen, wurden unter anderem von Bayer initiiert.

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