25. November 2014, 22:55 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 06.01.2013 um 16:25 UhrKommentare

Faymann/Häupl-Brief zum Thema Heer fertig getextet

Foto © APA

Die SPÖ ist wieder einmal am Briefe verschicken. Anlass diesmal ist die Bundesheer-Volksbefragung, die Parteichef Faymann und Wiens Bürgermeister Häupl in die Tasten hauen hat lassen. In dem knappen Schreiben unter dem Titel "Wehrpflicht abschaffen, sagt die Vernunft" erklären die beiden den Wienern den "großen Unterschied" zwischen Wehrpflicht und dem roten Profiheer-Projekt.

"Das neue Modell ist freiwillig, anständig bezahlt und mit einer fundierten Ausbildung verbunden", heißt es darin. Die roten Spitzenpolitiker argumentieren, dass künftig Schutz vor Terror, Hilfe in Katastrophen und Einsatz im Ausland von jenen geboten werde, die es gelernt hätten: "Als Profi, nicht als Laie." Beworben wird gleichzeitig das freiwillige Sozialjahr, hier "Sozialdienst" genannt.

Den Wienern wird dann noch erklärt, sie mögen ihr Kreuz im oberen Kreis, also dem für das Berufsheer, machen, wenn sie ein Freiwilligenheer haben wollen: "Mit Ihrer Stimme schaffen Sie mit uns zwei neue Berufe für die Wienerinnen und Wiener", schließen Faymann und Häupl ihren Brief.

Solch ein Schreiben ist auch im Burgenland geplant. Die anderen rot-geführten Bundesländer wollten nicht gemeinsam mit Faymann ans Volk schreiben, was vor allem in Salzburg nicht weiter verwundert. Landeshauptfrau Burgstaller hatte erst am Samstag angekündigt, sie werde für die Wehrpflicht stimmen.

Caritas-Präsident Franz Küberl hält indessen einen Ausbau des Zivildienstes in jedem Fall für notwendig - egal wie die Volksbefragung über die Wehrpflicht ausgeht. Als "Staatsbürger" wünscht er sich im APA-Interview von der Regierung vor dem Termin Aufklärung über die "Bedrohungsbilder". So brauche es die Möglichkeit, dass auch Frauen freiwillig Zivildienst leisten, zudem müsse man diesen auf eigenen Wunsch verlängern können. Und auch ein höheres Taggeld, etwa nach dem siebten Monat wäre wünschenswert. Auch die unterschiedlichen Tarife innerhalb des Zivildienstes sollten gleichgestellt werden.

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